Lota Schwager
chilenischer Fußballverein
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Der Club de Deportes Lota Schwager ist ein chilenischer Fußballverein aus Coronel in der Región del Biobío. Der Verein wurde am 10. Mai 1966 durch den Zusammenschluss der Vereine Minas Lota und Federico Schwager gegründet und repräsentiert historisch die vom Kohlebergbau geprägten Gemeinden Lota und Coronel.[1]
| Lota Schwager | |||
| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Name | Club de Deportes Lota Schwager | ||
| Sitz | Coronel, Chile | ||
| Gründung | 1966 | ||
| Präsident | |||
| Website | lotaschwager.cl | ||
| Erste Fußballmannschaft | |||
| Cheftrainer | |||
| Spielstätte | Estadio Municipal Federico Schwager | ||
| Plätze | 5.700 | ||
| Liga | Tercera División A (4. Liga) | ||
| 2025 | 3. Platz Halbfinale (Play-offs) | ||
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Die Mannschaft ist traditionell unter dem Spitznamen La Lamparita („Die kleine Grubenlampe“) bekannt, während ihre Anhänger als Mineros („Bergleute“) bezeichnet werden. Beide Bezeichnungen spiegeln die enge historische Verbindung des Vereins mit dem Kohlebergbau der Region wider.
Lota Schwager spielt derzeit in der Segunda División Profesional, der dritthöchsten Spielklasse im chilenischen Fußball, nachdem der Verein 2026 in den Profifußball zurückgekehrt war. Seine Heimspiele trägt der Klub traditionell im Estadio Federico Schwager in Coronel aus.
Der Verein gewann zweimal die Meisterschaft der zweithöchsten chilenischen Spielklasse, 1969 und 1986, und spielte in mehreren Perioden in der Primera División. Seine längste ununterbrochene Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse dauerte von 1970 bis 1980. Zudem erreichte Lota Schwager 1975 das Finale der Copa Chile. Nachdem sich der Verein in den 1990er Jahren aus dem Profifußball zurückgezogen hatte, wurde er 2001 neu gegründet und gewann bereits in seiner ersten Saison nach der Rückkehr die Tercera División, womit eine neue Phase in der Vereinsgeschichte begann.[1]
Geschichte
Frühe Jahre: 1966–1994
Lota Schwager wurde am 10. Mai 1966 durch den Zusammenschluss von Minas Lota und Federico Schwager gegründet, zwei Vereinen aus dem Campeonato Regional de Concepción, die die Kohlebergbauunternehmen von Lota beziehungsweise Schwager repräsentierten. Der neue Verein war eng mit den Bergbaugemeinden der Región del Biobío verbunden, wurde noch im selben Jahr in die professionelle Segunda División aufgenommen und belegte in seiner ersten Saison den neunten Platz.[1]
Drei Jahre nach seiner Gründung gewann Lota Schwager 1969 die Meisterschaft der Segunda División und stieg erstmals in die Primera División auf. Der Verein beendete die Saison mit 17 Siegen aus 26 Spielen und einem Vorsprung von vier Punkten auf Ñublense und San Luis und gewann damit seinen ersten Titel im Profifußball.[1]
In den 1970er Jahren etablierte sich Lota Schwager in der höchsten Spielklasse und erlebte damit die erfolgreichste Phase seiner frühen Vereinsgeschichte. 1975 erreichte die Mannschaft das Finale der Copa Chile, unterlag dort jedoch Palestino mit 0:4. Zwei Jahre später erzielte Lota unter Trainer Vicente Cantatore mit dem sechsten Platz in der Meisterschaft 1977 sein bestes Primera-División-Ergebnis dieser Periode.[1]
Nach elf aufeinanderfolgenden Spielzeiten in der höchsten Liga stieg Lota Schwager 1980 ab. Durch den Gewinn seiner zweiten Meisterschaft in der Segunda División 1986 kehrte der Verein in die Primera División zurück. Der Aufenthalt war jedoch nur von kurzer Dauer, und nach der Saison 1987 folgte erneut der Abstieg in die zweite Liga. Die folgenden Jahre fielen mit der zunehmenden wirtschaftlichen Krise der regionalen Kohleindustrie zusammen, die auch den Verein finanziell belastete.[1]
Der sportliche Niedergang erreichte 1994 seinen Tiefpunkt, als Lota Schwager den letzten Platz in der zweiten Liga belegte und in die Tercera División abstieg. Aufgrund schwerwiegender finanzieller Probleme stellte der Verein anschließend seinen Spielbetrieb ein, womit eine fast drei Jahrzehnte andauernde ununterbrochene Teilnahme am chilenischen Profifußball endete.
Rückkehr in den Profifußball
Lota Schwager wurde 2001 neu organisiert und nahm den Spielbetrieb in der Tercera División wieder auf. Die Rückkehr verlief unmittelbar erfolgreich: Unter Trainer Eduardo Apablaza gewann der Verein 2001 die Meisterschaft, nachdem er Deportes Copiapó in einer über drei Spiele ausgetragenen Finalserie besiegt hatte. Damit gelang der Aufstieg und die Rückkehr in den Profifußball.[1]
Nach mehreren Spielzeiten in der Primera B stand Lota Schwager 2006 erneut vor dem Aufstieg in die höchste Spielklasse. Der Verein qualifizierte sich für die Relegationsspiele und traf dort auf Rangers. Nach einer 1:2-Niederlage im Hinspiel in Talca gewann Lota das Rückspiel in Coronel mit demselben Ergebnis und setzte sich anschließend mit 4:3 im Elfmeterschießen durch. Damit kehrte der Verein nach fast zwei Jahrzehnten in die Primera División zurück.[2]
Die Rückkehr in die Primera División dauerte lediglich eine Saison. Lota Schwager hatte während der gesamten Spielzeit 2007 mit sportlichen Schwierigkeiten zu kämpfen und stieg nach einer 1:2-Niederlage gegen Deportes Antofagasta am letzten Spieltag wieder ab. Ab 2008 spielte der Verein erneut in der Primera B, der er in den folgenden sieben Spielzeiten angehörte.
Niedergang und Amateurfußball
In der ersten Hälfte der 2010er Jahre geriet Lota Schwager zunehmend in sportliche und finanzielle Schwierigkeiten. In der Saison 2013/14 belegte der Verein zunächst einen Abstiegsplatz in der Primera B, verblieb jedoch in der Liga, nachdem Naval aufgrund finanzieller Unregelmäßigkeiten mit dem Abstieg bestraft worden war. Dieser Aufschub hielt nur ein Jahr an. 2014/15 belegte Lota mit 31 Punkten den letzten Platz der Primera B und stieg in die Segunda División Profesional ab.[3]
In der Folge verließ der Verein die professionellen Spielklassen und verbrachte einen längeren Zeitraum in den Amateurklassen des chilenischen Fußballs. 2019 spielte Lota Schwager in der Tercera División B und erreichte den Aufstieg in die Tercera A, nachdem Municipal Lampa in den Aufstiegsspielen mit 3:0 und 6:0 besiegt worden war. Nach dem Rückspiel in Coronel feierten Tausende Anhänger den Aufstieg im Estadio Bernardino Luna.[4]
Nach weiteren institutionellen und sportlichen Schwierigkeiten trat der Verein 2023 und 2024 erneut in der Tercera B an. Unter Trainer Renato Ramos gewann Lota Schwager 2024 die Südgruppe der Tercera B. Ein 2:0-Sieg gegen den regionalen Rivalen Naval am letzten Spieltag sicherte die Meisterschaft und den Aufstieg in die Tercera A. Es war der erste Meistertitel des Vereins seit dem Gewinn der Tercera División im Jahr 2001.[5]
Erfolge
- Chilenische Zweitligameisterschaft: 2× (1969, 1986)
- Chilenische Drittligameisterschaft: 1× (2001)
- Finalteilnahme in der Copa Chile: 1× (1975)
Bekannte Spieler
Nelson Acosta, fünffacher uruguayischer Nationalspieler und Akteur von Peñarol Montevideo und O’Higgins Rancagua, 1984 Karriereende im Trikot von Lota Schwager
Miguel Ángel Gamboa, WM-Teilnehmer von 1982 mit der chilenischen Fußballnationalmannschaft, 1973 eine Spielzeit lang Spieler von Lota Schwager
Alfonso Lara, spielte von 1970 bis 1973 bei Lota Schwager, weiterhin bei Colo-Colo und Everton Viña del Mar aktiv sowie Teilnehmer an der Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland
Luis Marín, chilenischer Fußballtorhüter in Diensten von Unión Española, 2007 ein Jahr lang bei Lota Schwager unter Vertrag
Adolfo Nef, lange Jahre Torhüter von Colo-Colo Santiago in den erfolgreichen Siebzigerjahren und WM-Teilnehmer 1974, Karrierebeginn und -ausklang bei Lota Schwager
Héctor Puebla, sechzehn Jahre bei CD Cobreloa aktiv und Teil der Mannschaft, die zweimal ins Endspiel um die Copa Libertadores kam, Karrierebeginn bei Lota Schwager
Trainer
Luis Álamos, betreute die chilenische Nationalmannschaft bei zwei Fußball-Weltmeisterschaften und führte Colo-Colo ins Endspiel der Copa Libertadores, 1970 kurz bei Lota Schwager
Vicente Cantatore, argentinischer Erfolgstrainer von CD Cobreloa, das er zweimal in Serie ins Endspiel um die Copa Libertadores führte, 1976 bis 1978 bei Lota Schwager
Guillermo Páez, als Spieler vielfacher chilenischer Nationalspieler und vor allem mit Colo-Colo sehr erfolgreich, 1988 kurze Zeit Coach bei Lota Schwager
Francisco Valdés, 52-facher Nationalspieler von Chile und Kapitän von Colo-Colo in den Siebzigern, später als Trainer 1992 kurz bei Lota Schwager auf der Bank
Germán Corengia (August 2013–Juni 2014)[6]