Lothar Bär
deutscher Komponist
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Janos Emmerich Wilhelm Lothar Bär (* 6. August 1901 in Bodenbach, Österreich-Ungarn; † 25. November 1979 in Mainz) war ein deutscher Komponist und Kapellmeister.
Leben und Wirken
Er war der Sohn des späteren Fabrikbesitzers Hugo Bär in Radebeul. Nach einer Ausbildung bei Kurt Striegler, Otto Schmid und Paul Büttner in Dresden war Bär als Musiklehrer und Komponist in Kötzschenbroda tätig. Noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebte er als Kapellmeister, Bühnen- und später auch als Filmkomponist in Berlin, wo er in den Musikvorstand der Märkischen Operettenbühne aufgenommen wurde. Nach Kriegsende ließ er sich in Wiesbaden und ab 1957 in Mainz nieder. In Wiesbaden gründete Bär 1949 die Akademie für Bühne, Film und Funk, zu deren Lehrkörper u. a. Wolfgang Liebeneiner gehörte.[1] 1950 war er Vorstandsmitglied des Verbandes deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten.[2]
Von 1939 bis zur Scheidung 1940 war er verheiratet mit der Schauspielerin und Kaufmannstochter Edith-Ingeborg Kappelhoff (* 1911 in Südafrika).[3]
Werke
Er komponierte Lieder, Chöre, Kammermusikwerke, Operetten und Revuen, dazu zählen
- Lauensteiner Mädchenlieder. 1921.[4]
- Ouvertüre zum Festspiel Der Herr der Insel. 1927.
- Julinacht. ca. 1930.
- Hell lohen Freiheitsflammen hinauf zum Himmelszelt. 1933.
- Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein. 1933.
- Um uns dreht sich Berlin. 1937.
- Hymne an den Sport. 1962.
Literatur
- Hubert Partisch: Österreicher aus sudetendeutschem Stamme. Band 2, 1964, S. 12.
- Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. PDF auf CD-ROM. Kiel 2004, S. 267 f. (2. Edition, Kiel 2009; archive.org).
- Archiv-Inventar Deutsche Musik 1933–1945. (Auskopplung aus dem Handbuch). PDF auf CD-ROM, Kiel 2004. (2. Edition, Kiel 2009).