Lotte Sommerer

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Lotte Sommerer ist eine österreichische Anglistin. Sie ist seit 2024 Professorin für Englische Linguistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Leben und Wirken

Lotte Sommerer studierte von 1999 bis 2011 English and German Studies an der Universität Wien und von 2003 bis 2004 an der University of Toronto in Kanada.[1] Sie promovierte 2011 mit einer Dissertation unter dem Titel Article emergence in Old English: a constructionalist perspective zum Thema Nominaldetermination und der Entstehung von bestimmten und unbestimmten Artikeln im Altenglischen.[2]

Von 2006 bis 2013 war Lotte Sommerer Universitätsassistentin in Ausbildung in Wien. Sie dozierte parallel von 2008 bis 2016, ab 2013 in Vollzeit, an der pädagogischen Hochschule Wien. Anschließend arbeitete sie erneut bis 2021 als Universitätsassistentin an der Universität Wien.[1] Ab März 2021 war sie als Juniorprofessorin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg tätig, wo sie schließlich im Juli 2022 ihre Lehrberechtigung erhielt.[3]

Zum Wintersemester 2024 wurde Sommerer an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) auf den Lehrstuhl für Englische Linguistik am Institut für Anglistik und Amerikanistik berufen.[4] Sie beschäftigt sich unter anderem mit Kognitiver Linguistik, diachronischer Konstruktionsgrammatik sowie Altenglisch und Frühneuenglisch.[5]

Außerdem ist sie Co-Chefredakteurin der Open Access Zeitschrift Constructions,[6] die aktuelle Forschungsarbeit zur Konstruktionsgrammatik veröffentlicht.[7]

Forschungsschwerpunkt

Sommerers Forschungsschwerpunkt liegt im sprachlichen Wandel des Englischen. In einem Interview vom 9. Oktober 2024 erklärte sie, sie wolle herausfinden, wie und warum sich die Sprache verändert und „welche kognitiven und kommunikativen Präferenzen und Mechanismen dafür verantwortlich sind“. Dafür forscht sie sowohl am gegenwärtigen als auch am Alt- und Mittelenglisch. Sie vertritt die gebrauchsbasierte, kognitive Konstruktionsgrammatik.[8]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • mit Freek Van de Velde: Constructional Networks. In: The Cambridge Handbook of Construction Grammar. Cambridge University Press, Cambridge 30. Januar 2025, S. 220–246, doi:10.1017/9781009049139.010.
  • If that’s what she said, then that’s what she said: a usage-based, constructional analysis of pleonastic conditionals in English. In: Corpus Pragmatics. Band 7, 2023, S. 345–376, doi:10.1007/s41701-023-00148-9.
  • mit Evelien Keizer: English Noun Phrases from a Functional-Cognitive Perspective. John Benjamins Publishing Company, 2022, ISBN 978-90-272-5825-0.
  • mit Andreas Baumann: Of absent mothers, strong sisters and peculiar daughters: The constructional network of English NPN constructions. In: Cognitive linguistics. Band 32, Nr. 1. Mouton de Gruyter, 2021, S. 97131, doi:10.1515/cog-2020-0013.
  • Article Emergence in Old English. A Constructionalist Perspective. De Gruyter Mouton, Berlin / Boston 2018, ISBN 978-3-11-053937-0, doi:10.1515/9783110541052.

Einzelnachweise

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