Louis Denayrouze

französischer Politiker, Mitglied der Nationalversammlung From Wikipedia, the free encyclopedia

Marie Louis Denayrouze (* 17. Mai 1848 in Espalion, Département Aveyron[1]; † 20. Februar 1910 in Paris) war ein französischer Ingenieur, Schriftsteller und Politiker. Er ist der Bruder von Auguste Denayrouze, der mit Benoît Rouquayrol den autarken Tauchanzug erfand.

Louis Denayrouze; Musée du Scaphandre, Espalion, Département Aveyron, Frankreich

Politik

Von 1884 bis 1885 war er Abgeordneter in Paris für Aveyron.[2] Bereits sein Vater Jean Fleuret Denayrouze war Abgeordneter für Aveyron. Er legte während seiner Amtszeit als Abgeordneter einen Gesetzentwurf mit dem Ziel vor, verschiedene angewandte Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Chemie und Mechanik zu honorieren.

Erfindungen

Nach seinem Abschluss als Ingenieur an der École Polytechnique im Jahr 1867 erfand er ein Gerät für die Arbeit in Bergwerken: einen wasserdichte Gasglühlichtbrenner, das Aérophore.[3][4] Diese Erfindung ermöglichte eine kontrollierte Luftzufuhr zum Atmen und zur Beleuchtung für Bergleute, die in sauerstoffarmen Umgebungen arbeiten. Zudem umfasst sie Lampen, die in Verbindung mit diesen Geräten genutzt wurden.[5][6] In Frankreich empfahlen der Conseil Général des Mines (Generaldirektion für Bergbau), die Marine und das Génie militaire (Pionierkorps) den Einsatz. Bergbaugesellschaften und Armeen in Deutschland, Belgien oder Österreich setzten die Geräte ein. Industrieunternehmen wie Schneider, Krupp, John Cockerill, die Gaswerke von Paris, London und Dublin gehörten zu den Käufern. Die Londoner Feuerwehr erwarb 120 Exemplare.[4]

Seine Arbeit „Des aérophores et de leur application au travail des mines“ (Aerophoren und ihre Anwendung im Bergbau) brachte ihm 1875 den Montyon-Preis der Akademie der Wissenschaften ein.

Er konstruierte außerdem ein Unterwasser-Schallhorn.

Kultur

Seine Komödie „La belle Paule“, wurde 1879 uraufgeführt. Für sein Werk „Arcades ambo - La poésie de la science“ wurde ihm im selben Jahr der Poesiepreis der Académie française verliehen wurde.[7]

Sonstiges

Er wurde 1882 zum Ritter der Ehrenlegion geschlagen und 1890 zum deren Offizier befördert.

Sarah Bernhardt erwähnte ihn in im Kapitel 22 ihrer 1907 erschienenen Autobiografie „Mein Doppelleben“.

In Espalion, seinem Geburtsort, ist ein Collège nach ihm benannt.[8]

Werke

  • Auguste Denayrouze und Louis Denayrouze: Des Aérophores: et de leur application au travail dans les mines. Dunod, Paris 1872 (online).
  • Louis Denayrouze: La belle Paule. Fantaisie en un acte, en vers. Librairie des bibliophiles, Paris 1872.
  • Eugène Tassin et Louis Denayrouze: La revanche fantastique. Dentu, Paris 1873.
  • Louis Denayrouze: Mademoiselle Duparc. Comédie en quatre actes. Lévy, Paris 1875.
  • Georges Ohnet, Louis Denayrouze: Régina Scarpi. Drame en 5 actes. Calmann-Lévy, Paris 1876.
  • Jacques Normand, Louis Denayrouze: La Poésie de la science. Poème. Calmann-Lévy, Paris 1879.
  • Louis Denayrouze: Le socialisme de la science. Essai d’économie politique positive, Librairie Guillaumin, Paris 1881.

Literatur

  • Louis Denayrouze. In: Adolphe Robert, Gaston Cougny (Hrsg.): Dictionnaire des parlementaires français. Edgar Bourloton, 1889–1891.
Commons: Louis Denayrouze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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