Lucas Wirl
deutscher Aktivist
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Lucas Wirl (geb. 1981) ist ein deutscher Friedensaktivist der sogenannten „neuen Friedensbewegung“.
Er studierte Soziologie, Friedens- und Konfliktforschung sowie Anglistik an der Philipps-Universität Marburg und der Marquette University.[1]
Lucas Wirl ist Geschäftsführer der IALANA[2] und Geschäftsführer von NatWiss,[3] des Weiteren Programmdirektor von INES und seit 2019 Schatzmeister des International Peace Bureau, IPB, dessen Council er seit 2013 angehört.[4]
In einigen dieser Funktionen folgt er direkt dem Querfront-Aktivist Reiner Braun nach. In der Öffentlichkeit tritt er in letzter Zeit lediglich bei den verschwörungsideologischen und russlandnahen Medien Nachdenkseiten[5] und WeltnetzTV[6] auf. Am 11. März 2019 mit den Verschwörungsideologen Daniele Ganser, Uli Gellermann, Diether Dehm und Pascal Luig.[7]
2014 war er bei den verschwörungsideologischen Mahnwachen für den Frieden aktiv.[8][9][10] Obwohl sich eine Abgrenzung nach Rechts als praktisch unmachbar herausstellte, hielt er an dem Zusammengehen der alten und „neuen Friedensbewegung“ (Lars Mährholz, KenFM) fest.[11]
2016 sprach er sich für die Auflösung der NATO aus und für ein Europa, das Russland mit einschließt.[12]
Als Ko-Vorsitzender der internationalen Initiative No to War – No to NATO organisierte er am 21. Mai 2022 den Kongress „Ohne NATO leben – Ideen zum Frieden“ in der Berliner Humboldt-Universität mit. An der Veranstaltung beteiligten sich nicht nur die Querdenken-Szene-Größen wie Andrej Hunko, Sevim Dağdelen und Oskar Lafontaine (Anfang des Jahres alle Linke, heute BSW), sowie Gabriele Krone-Schmalz, sondern auch Rechte wie der notorische Holocaust-Leugner Reza Begi.[13][14] Die Humboldt distanzierte sich nach antifaschistischen und pro-ukrainischen Protesten, vor und hinter dem Gebäude, von der Veranstaltung.[15] Man habe sich an dem Verein „Stopp Ramstein e.V.“ bisher nicht gestoßen, stehe hinter der Ukraine und werde die Vergabekriterien für externe Veranstaltungen noch einmal überprüfen.[16] Kritik kam auch vom hauseigenen Professorium des Instituts für Slawistik und Hungarologie der HU wegen der Einseitigkeit im Ukraine-Krieg[17] und vom Jüdischen Forum für Demokratie aufgrund des Geschichtsrevisionismus und der Verwendung antisemitischer Chiffren.[18]