Lucascinus
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Lucascinus ist eine Gattung der Krabben mit drei Arten.[1] Sie besiedeln sowohl Süß- und Brackwasser im Bereich von Flussmündungen als auch die Gezeitenzone in Tiefen bis 3 m in der gemäßigten Klimazone des Nordpazifiks und Australasiens sowie im zentralen Indopazifik.[2] Die Art Lucascinus keijibabai ist mit einer Rückenpanzerlänge von nur 2 mm die kleinste bekannte Krabbenart.[3]
| Lucascinus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lucascinus | ||||||||||||
| Poore, Guinot, Komai & Naruse, 2016 |
Merkmale
Der Carapax von Lucascinus wird bis zu 4,4 mm lang. Der für die Hymenosomatidae typische Randsaum ist so lang wie breit und vorn schmaler. Das Rostrum (mittiger Stirnfortsatz) ist stabförmig oder dreieckig, hat zwischen 25 und 46 % der Carapaxlänge und an der Spitze lange Borsten. Die fünf Somiten des Pleons und das Pleotelson (Verschmelzung von sechstem Somiten und Telson) sind bei beiden Geschlechtern frei beweglich. Die dritten Maxillipeden bedecken den Mundraum nahezu vollständig. Die Scheren (Chelae) sind bei Männchen 2,5- bis viermal so lang wie der Carapax, ihr Propodus ist verlängert und zylindrisch, die Finger kurz und in der Mitte wie ein Nussknacker auseinanderklaffend. Die Finger der Schreitbeine sind nahezu gerade und sind am Beugerand mit einer Reihe scharfer Zähne besetzt. Das erste Gonopodium hat eine verdickte Basis und ein kräftiges Ende, welches sich zu Spitze hin verjüngt. Sein Ende ist beborstet.[2]
Systematik
Zur Gattung gehören folgende Arten:[1]
- Lucascinus bedfordi (Montgomery, 1931)
- Lucascinus coralicola (Rathbun, 1909)
- Lucascinus keijibabai (Takeda & Miyake, 1971)