Lucius Iunius Silanus (Suffektkonsul 26)
römischer Senator und Suffektkonsul 26
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Lucius Iunius Silanus war ein römischer Senator und Priester in der frühen Kaiserzeit.
Silanus entstammte dem Zweig der Silani innerhalb der alten patrizischen gens Iunia, einer der ältesten römischen Adelsfamilien. Sein Vater war wohl Decimus Iunius Silanus, der unter Augustus wegen eines Ehebruchs mit Julia verbannt, aber unter Tiberius rehabilitiert wurde, jedoch keine Ämter mehr ausübte. Seine Brüder waren Gaius Iunius Silanus, Konsul im Jahr 10, und Marcus Iunius Silanus, Suffektkonsul im Jahr 15.
Silanus war flamen Martialis[1] – ein Priesteramt, das lebenslang ausgeführt wurde – offenbar an Stelle des im Jahr 22 verbannten Bruders Gaius. Im Jahr 26 bekleidete er das Amt des Suffektkonsuls in der zweiten Jahreshälfte.[2] Sein Kollege war Gaius Vellaeus Tutor.
Während ihres Konsulats werden Lucius Iunius Silanus und Gaius Vellaeus Tutor mit der Verabschiedung der lex Iunia Vellaea in Verbindung gebracht. Dieses Gesetz regelte das Testamentsrecht, insbesondere die Enterbung postumer Nachkommen (postumi) und Enkel. Es ermöglichte die bedingte Einsetzung oder Enterbung ungeborener Erben und unterschied dabei zwischen männlichen und weiblichen Nachkommen, um Testamente planbarer zu machen.[3]
Literatur
- Ernst Hohl: Iunius 166. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band X,1, Stuttgart 1918, Sp. 1092.
- Egon Weiß: Lex Iunia Vellaea. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XII,2, Stuttgart 1925, Sp. 2394.
- Prosopographia Imperii Romani (PIR) ² (1966) I 827.