Lucius Salvius Otho
römischer Politiker
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Lucius Salvius Otho war ein römischer Politiker. Er war Suffektkonsul 33 n. Chr. und der Vater des späteren Kaisers Otho.
Leben
Der Vater des Lucius Salvius Otho, Marcus Salvius Otho, war ein Ritter aus dem etrurischen Ferentium. Er wurde durch die Fürsprache der Livia in den Senatorenstand aufgenommen und war Münzmeister des Jahres 8 v. Chr. Seine Frau, die Mutter des Lucius, stammte ebenfalls aus vornehmem Geschlecht.[1]
Lucius Salvius Otho wurde bei seiner politischen Karriere von Kaiser Tiberius besonders bevorzugt. Er durchlief die hauptstädtischen Ehrenämter und wurde entweder unter Caligula oder Claudius Prokonsul der Provinz Africa. Zudem verwaltete er erfolgreich mehrere außerordentliche Militärkommandos. Im Jahr 33 n. Chr. erlangte Otho das Suffektkonsulat.
In Illyrien ließ er um das Jahr 42 n. Chr. einige Soldaten hinrichten, die beim Aufstand des Lucius Arruntius Camillus Scribonianus aus Reue über ihre Teilnahme an der Revolte ihre Vorgesetzten als Anstifter ermordet hatten, obwohl er wusste, dass sie für ebendiese Tat kurz zuvor von Kaiser Claudius befördert worden waren. Dadurch sank er in der Gunst des Kaisers erheblich. Otho erlangte diese jedoch wieder, als er durch den Verrat von Sklaven den Mordanschlag eines römischen Ritters gegen Claudius aufdeckte. Der Senat ehrte ihn daraufhin durch das Aufstellen einer Statue im Palatium und Claudius ließ ihn in den Patrizierstand erheben.

Familie
Otho war mit Albia Terentia, einer Frau aus einer vornehmen römischen Familie, verheiratet. Er hatte mit ihr zwei Söhne, Lucius Salvius Otho Titianus und Marcus Salvius Otho, den späteren Kaiser, sowie eine Tochter, die noch vor dem Erreichen des heiratsfähigen Alters mit Drusus Caesar verlobt wurde, dem Sohn des Germanicus.
Quellen
- Sueton: Otho. Ausführlichste antike Biographie aus der Sammlung der Kaiserbiographien von Caesar bis Domitian. Zahlreiche Ausgaben, beispielsweise mit deutscher Übersetzung in: Gaius Suetonius Tranquillus: Sämtliche erhaltene Werke. Magnus, Essen 2004, ISBN 3-88400-071-3 (lateinischer Text, englische Übersetzung).
Literatur
- Alfred Nagl: Salvius 17. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I A,2, Stuttgart 1920, Sp. 2029–2031.