Ludwig Bornschlegl

deutscher Rollstuhlsportler From Wikipedia, the free encyclopedia

Ludwig Bornschlegl (* 30. April 1947 in Egenhofen[1]; † 7. Januar 2026)[2] war ein deutscher Rollstuhlsportler. Er nahm an den Paralympischen Spielen 1968, 1972 und 1976 teil.

Leben

Bornschlegl wurde 1947 in Egenhofen geboren. Er hatte sieben Geschwister und besuchte die Schule in Ettenbeuren. Nach Abschluss der Schule machte er eine Ausbildung zum Zimmerer.[1] 1967 wurde er in Folge eines Arbeitsunfalls im Alter von 20 Jahren querschnittsgelähmt.[3][1]

Nach seinem Unfall begann er bei den Rollstuhlsportlern des USC München Sport zu treiben. Schon 1968 trat er für Deutschland bei den Paralympics in Tel Aviv im Rollstuhlslalom an,[3] der von 1964 bis 1988 Teil des paralympischen Programms war.[4] Er belegte im Wettkampf den 15. Platz.[1] Auch an den Paralympics 1972, die in Heidelberg stattfanden, nahm Bornschlegl als Sportler teil und gehörte hier zudem zu den Fackelträgern[1]. Vier Jahre später trat er in Toronto letztmalig bei den Paralympics an.[3] Dieses Mal stand er im Team der Rollstuhlbasketballer.[1]

Neben den Teilnahmen bei internationalen Großveranstaltungen zählen insbesondere nationale und internationale Titel im Rollstuhlbasketball, Rollstuhlslalom und in der Leichtathletik (Schnellfahren) zu seinen Erfolgen.[3] Daneben betrieb er aber auch Segeln und Monoskifahren auf hohem Niveau.[1]

In den 1980er-Jahren war Bornschlegl mit den Technikern der Stiftung Pfennigparade an der Entwicklung und am Bau eines Sportrollstuhls beteiligt.[3]

Ab 1999 lebte Bornschlegl wieder in seinem ehemaligen Elternhaus in Kammeltal, Landkreis Günzburg.[1] Im Januar 2026 starb er im Alter von 78 Jahren.

Einzelnachweise

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