Ludwig Eybisch
deutscher Opernsänger (Tenor) und Regisseur
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Johann Ludwig Eybisch (* 22. März 1885 in Wilhelmshaven[1]; † 4. August 1951 in Oldenburg (Oldb)[2]) war ein deutscher Opernsänger (Tenor) und Regisseur.
Leben und Wirken
Er war der Sohn des gleichnamigen Kaufmanns, der zuletzt in Galkhausen lebte. Nach dem Schulbesuch absolvierte er im elterlichen Geschäft eine kaufmännische Lehre. Danach ging er zum Musikstudium nach Elberfeld und Köln. Im Anschluss wirkte er als Geiger mehrere Jahre in verschiedenen Orchestern mit. In Stuttgart ließ er sich am Konservatorium in Gesang und darstellender Kunst ausbilden und hatte danach verschiedene Engagements an Bühnen im In- und Ausland, darunter 1911 am Stadttheater in Posen und fünf Jahre lang in Amerika.
Nachdem Eybisch 1921 als Gastspiel vom Stadttheater Erfurt kommend im Der Evangelimann in Dresden erfolgreich mitwirkte, wurde er an die dortige Semperoper verpflichtet. Er wirkte dort bis zur Einstellung des Spielbetriebes als Regisseur, trat aber auch als Schauspieler und Sänger auf. 1944 feierte er sein 40-jähriges Bühnenjubiläum.[3] Zuletzt lebte er mit seiner Frau in Oldenburg (Oldb), wo er auch als Gesangspädagoge wirkte.
Er war Freimaurer und gehörte der Johannisloge in Königsberg an.[4]
Repertoire (Auswahl)
- Paris in Die schöne Helena (1920), Mitwirkung in der Oper Boris Godunow (1922), Hausmeister des Königs in Der Protagonist (1926) von Kurt Weill, Kavalier in der Uraufführung von Cardillac (1926) von Paul Hindemith, Diomedes in der Uraufführung von Penthesilea (1927) von Othmar Schoeck, Die Fledermaus (1928), Steuermann in Der Fliegende Holländer (1932), Jürg Jenatsch (1929), Don Carlos (1940).
Literatur
- Michael Hochmuth: Chronik der Dresdner Oper. Band 2: Die Solisten. Dresden 2004.