Ludwig Rieder

italienischer Rennrodler From Wikipedia, the free encyclopedia

Ludwig Rieder (* 19. Juni 1991 in Brixen[1]) ist ein ehemaliger italienischer Rennrodler. Gemeinsam mit Patrick Rastner war er bis zu dessen Karriereende nach der Saison 2022/23 im Doppelsitzer aktiv. Es folgte noch ein weiteres Jahr im Doppel mit Lukas Gufler. Vor der Karriere im Doppelsitzer hatte Rieder im Junioren-Bereich auch im Einsitzer Erfolge gesammelt.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Ludwig Rieder
Ludwig Rieder bei den Weltmeisterschaften 2024
Ludwig Rieder bei den Weltmeisterschaften 2024
Nation Italien Italien
Geburtstag 19. Juni 1991 (35 Jahre)
Geburtsort Brixen, Italien
Karriere
Disziplin Doppelsitzer
Verein G.S. Forestale
C.S. Carabinieri
Nationalkader seit 2010
Status zurückgetreten
Karriereende 2024
Medaillenspiegel
Junioren-WM 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 Rennrodel-Juniorenweltmeisterschaften
Bronze 2010 Innsbruck Doppel
Gold 2011 Oberhof Doppel
Platzierungen im Rennrodel-Weltcup
 Debüt im Weltcup 2010/11
 Gesamtweltcup DS 5. (2013/14, 2020/21)
 Nationencup DS 3. (2023/24)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Doppelsitzer 1 1 2
 Sprint Doppelsitzer 0 0 1
 Nationencup Doppelsitzer 1 2 2
 Teamstaffel 0 0 1
 
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Werdegang

Rieder begann im Alter von 10 Jahren mit dem Rennrodelsport und wurde 2005 in die Junioren-Nationalmannschaft aufgenommen. 2011 gewann Rieder den Gesamtweltcup der Junioren im Einsitzer und sicherte sich mit seinem Partner Patrick Rastner bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften in Cesana den U-23-Titel im Doppelsitzer sowie Platz fünf bei den Senioren. Die erste Saison des Duos im Rennrodel-Weltcup beendeten beide auf dem 13. Platz der Gesamtwertung. Im folgenden Winter reichte es bei den Weltmeisterschaften in Altenberg nur zu Rang 18. Im Gesamtweltcup verbesserte sich der Doppelsitzer um einen Rang auf Platz 12. Der Durchbruch gelang Rieder und Rastner in der Saison 2012/13. Mit Top-10-Platzierungen in der Weltcup-Gesamtwertung sowie bei den Europa- und den Weltmeisterschaften setzten sie sich in der erweiterten Weltspitze fest. Ihre bis dahin beste Saison folgte im Winter 2013/14. In Winterberg standen beide im Doppelsitzer-Rennen als Dritte erstmals auf dem Podium. Ein weiterer Podestplatz folgte im Januar im Staffelrennen auf der Kunsteisbahn am Königssee. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotschi erreichte das Doppel den Siebenten Platz.

Das Duo Rieder und Rastner während des Trainings zu den Weltmeisterschaften in Oberhof 2023

In den folgenden zwei Jahren gelang es dem Doppelsitzer nicht, auf die Erfolge aus dem olympischen Winter aufzubauen. Man festigte aber die Platzierung in den Top 10 der Gesamtwertung. Bei den Europameisterschaften 2017 am Königssee sowie den Weltmeisterschaften 2017 in Innsbruck konnten Rieder und Rastner jeweils den vierten Platz im Mixed-Staffel-Rennen erreichen. In den Doppelsitzer-Rennen kam man nach einem enttäuschenden 11. Platz bei der Europameisterschaft auf einen guten fünften Platz bei den Weltmeisterschaften. Bei ihren zweiten Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang fuhren Rieder und Rastner auf Platz 15.

Im Januar 2021 feierten Rieder und Rastner in Innsbruck ihren ersten und einzigen Doppelsitzer-Weltcupsieg.[2] Nachdem beide bereits zu Beginn der Saison an gleicher Stelle im Sprint-Weltcup auf dem Podest gestanden hatten, war dies der zweite Erfolg im Olympia Eiskanal Igls, nachdem das ursprünglich in Pyeongchang geplante Rennen nach Österreich verlegt wurde. Nachdem beide auch beim Saisonabschluss auf dem Olympia Bob Run in St. Moritz Dritte wurden, erreichten sie zum zweiten Mal nach 2013/14 den 5. Platz in der Doppelsitzer-Gesamtwertung.

Nach der Saison 2022/23 trennte sich das Duo Rieder und Rastner nach 15 gemeinsamen Jahren, da Rastner aufgrund von gesundheitlichen Problemen eine Karrierepause einlegen musste. Rieder startete daher im folgenden Winter erstmals mit Lukas Gufler. In Oberhof gewann der Doppelsitzer in dieser Zusammensetzung erstmals einen Nationencup.[3] Nach der Saison 2023/24 beendete auch Rieder, der gemeinsam mit Gufler und den anderen italienischen Teammitgliedern erstmals den 3. Platz im Nationencup erreicht hatte, schließlich seine aktive sportliche Karriere.

Erfolge

Olympische Spiele

Weltmeisterschaften

Gesamtweltcup

Weitere Informationen Saison, Platz ...
SaisonPlatzPunkte
2010/1113.0216
2011/1212.0274
2012/1307.0398
2013/1405.0452
2014/1508.0430
2015/1607.0486
2016/1710.0441
2017/1807.0523
2018/1911.0400
2019/2012.0384
2020/2105.0707
2021/2209.0497
2022/2314.0100
2023/2412.0300
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Commons: Ludwig Rieder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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