Ludwig Wenzl

österreichischer Benediktiner From Wikipedia, the free encyclopedia

Ludwig Wenzl OSB (* 4. Februar 1985 als Karl Walter Richard Wenzl in Waidhofen an der Ybbs) ist ein österreichischer Benediktiner und 68. Abt des Stiftes Melk.

Leben

Karl Wenzl wurde am 4. Februar 1985 in Waidhofen an der Ybbs geboren und wuchs dort und in Aschbach Markt auf. Zunächst machte er eine Ausbildung zum Hotel- und Touristikkaufmann in Weyer und Bad Ischl. Die Schule schloss er 2005 mit der Matura ab. Am 21. Februar 2010 wurde er als Frater Ludwig im Stift Melk eingekleidet. Am 20. Februar 2011 legte er die Zeitliche Profess ab; die Ewige Profess folgte am 22. Februar 2014. Er studierte Theologie und Geschichte auf Lehramt in Salzburg; 2016 wurde seine Magisterarbeit bei Gerhard Ammerer von der Salzburger Fakultät angenommen. Sie befasst sich mit berühmten Persönlichkeiten, die das Stift Melk in der Zeit des ausgehenden Ancien Régime besucht haben.[1]

2020 wurde Wenzl zum Diakon geweiht. Ein Pastoraljahr absolvierte er in der Pfarre Amstetten-St. Stephan. Wenzl wurde am 21. November 2021 in der Stiftskirche Melk von Weihbischof Anton Leichtfried zum Priester geweiht.[2]

Im Stift ist Wenzl für die Bereiche Kultur und Tourismus verantwortlich sowie die Pforte und das Stiftsarchiv, zuvor unterrichtete er am Stiftsgymnasium Katholische Religion sowie Geschichte und Sozialkunde.

Am 11. September 2025 wurde er durch das Konventkapitel unter Vorsitz von Abtpräses Johannes Perkmann zum 68. Abt des Stifts Melk gewählt.[3][4] Die Abtbenediktion erfolgte durch den St. Pöltner Weihbischof Anton Leichtfried am 26. Oktober 2025.[5] Sein Wahlspruch lautet „Gaudium et Spes“ nach der gleichnamigen Pastoralkonstitution des Zweiten Vatikanums. Sein Wappen ist geviert, es trägt wie bei allen Melker Äbten seit 1700 in den Feldern 1 und 4 einen geteilten schwarzen Adler, die Felder 2 und 3 sind mit je drei goldenen Lilien auf blauem Grund belegt.[6] Er trat sein Amt mit 7. November 2025 an.

Einzelnachweise

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