Luhiwka
Ort im Rajon Tokmak, Ukraine
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Luhiwka (ukrainisch Лугівка; russisch Луговка Lugowka) ist ein ukrainisches Dorf im Rajon Polohy der Oblast Saporischschja, es geht auf das russlandmennonitische Dorf Fürstenau als Teil der Kolonie Molotschna zurück.
| Luhiwka | ||
|---|---|---|
| Лугівка | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Oblast: | Oblast Saporischschja | |
| Rajon: | Rajon Polohy | |
| Höhe: | 50 m | |
| Fläche: | 1.189 km² | |
| Einwohner: | 291 (2001) | |
| Bevölkerungsdichte: | 245 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 71702 | |
| Vorwahl: | +380 6178 | |
| Geographische Lage: | 47° 15′ N, 35° 46′ O | |
| KATOTTH: | UA23100270060085312 | |
| KOATUU: | 2325283603 | |
| Verwaltungsgliederung: | 1 Dorf | |
| Verwaltung | ||
| Adresse: | вул. Центральна 78a 71752 с. Остриківка | |
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Am 12. Juni 2020 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Stadtgemeinde Tokmak,[1] bis dahin war es Teil der Landratsgemeinde Ostrykiwka im Südwesten des Rajons Polohy.
Seit dem 17. Juli 2020 ist es ein Teil des Rajons Polohy[2], bis dahin war es Teil des Rajons Tokmak.
Im März 2022 wurde der Ort durch russische Truppen im Rahmen des Russischen Überfalls auf die Ukraine eingenommen und befindet sich seither nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.
Fürstenau
Der Ort wurde 1806 am Südufer des Tokmak von 12 flämischen Familien aus Westpreußen gegründet. Der Name bezieht sich auf ein Dorf in Preußen. Im Jahr 1810 ließen sich weitere neun Familien nieder. Die Dorfstraße verlief parallel zum Fluss und war beidseitig von Bauernhöfen gesäumt. Im Norden wurde eine Baumschule angelegt. 1908 gab es im Dorf zwei Windmühlen und eine Ziegelei. Viele Bauern verkauften ihre Höfe an Wilhelm Neufeld. 1915 wurde das Dorf in Dolina Luganowka umbenannt, seit 1945 heißt es Luhiwka.
Dorfschule
Die Schule befand sich in der Mitte der Siedlung und hatte einen Unterrichtsraum und ein Lehrerzimmer. Das Gebäude aus Backstein war mit Tonziegeln gedeckt, die Dachform entsprach dem sogenannten Cornies Stil. 1921 wurde die Schule zu einer russischen umfunktioniert. Heute dient das Gebäude als Bibliothek und Krankenhaus.
Wohnhaus Wilhelm Neufeld
Das Gebäude befindet sich gegenüber der Dorfschule. Der Bau im viktorianischen Stil hat eine prächtig verzierte Hauptfassade. Die Familie wurde 1921 enteignet. Heute ist der Bau ein Gemeindezentrum.
Literatur
- Rudy P. Friesen, Edith Elisabeth Friesen: Bauwerke der Vergangenheit: mennonitische Architektur, Landschaft und Siedlungen in Russland/Ukraine. Tweeback, Bonn 2016, S. 317–319.

