Luigi Fresco
italienischer Fußballtrainer, Sportfunktionär und Pädagoge
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Luigi „Gigi“ Fresco (* 4. April 1961 in Rovereto) ist ein italienischer Fußballtrainer, Sportfunktionär und Pädagoge. Er ist Präsident und – mit kurzen Unterbrechungen – Cheftrainer des italienischen Vereins Virtus Verona. Fresco gilt als einer der dienstältesten Trainer im Profifußball und wird aufgrund seiner außergewöhnlich langen Amtszeit häufig als „Ferguson von Italien“ bezeichnet.[1]
Werdegang
Fresco schloss sich bereits im Kindesalter dem Amateurverein Virtus Verona an, bei dem er zunächst als Innenverteidiger sowie später als Jugendtrainer tätig war. 1982 wurde er im Alter von 21 Jahren sowohl zum Präsidenten als auch zum Cheftrainer der ersten Mannschaft ernannt. Zu diesem Zeitpunkt spielte der Verein in der Terza Categoria, der niedrigsten Spielklasse des italienischen Fußballs.[2]
Unter Frescos Leitung entwickelte sich Virtus Verona von einem Amateurverein zu einem etablierten Klub im italienischen Ligensystem. Der Verein stieg schrittweise durch die unteren Ligen auf und erreichte 2006 erstmals die Serie D.[3]
In der Saison 2012/13 qualifizierte sich Virtus Verona über die Play-offs der Serie D für den Profifußball und wurde in die Lega Pro Seconda Divisione aufgenommen. Damit spielte der Verein erstmals in seiner Geschichte auf professionellem Niveau; gleichzeitig war Verona damit die erste Stadt Italiens mit drei Profiklubs.[4][5]
Nach einem zwischenzeitlichen Abstieg kehrte der Verein 2018 als Meister der Serie D in die Serie C zurück.[3]
Am 5. März 2026 trat Fresco als Cheftrainer zurück; sein bisheriger Assistent Tommaso Chiecchi übernahm die Mannschaft.[6] Bereits am 24. März 2026 kehrte Fresco nach nur 19 Tagen wieder auf die Trainerbank zurück.[7]
Bedeutung
Fresco gilt als eine Ausnahmeerscheinung im modernen Fußball. Seine jahrzehntelange Tätigkeit als Trainer und Präsident in Personalunion ist im italienischen Fußball nahezu einzigartig. Unter seiner Leitung entwickelte sich Virtus Verona zudem zu einem Mehrspartenverein mit besonderem Fokus auf soziale Integration, insbesondere von Migranten und Geflüchteten im Raum Verona.[8]
Persönliches
Fresco verfügt über einen Hochschulabschluss in Pädagogik und war neben seiner Tätigkeit im Fußball auch im Bildungsbereich tätig.
Erfolge
Als Trainer
- Virtus Verona
- Meister der Serie D (Gruppe C): 2017/18
- Meister der Eccellenza Veneto (Gruppe A): 2005/06
Weblinks
- Offizielle Website von Virtus Verona ( vom 30. November 2022 im Internet Archive)