Luis Macas

ecuadorianischer Politiker und Intellektueller From Wikipedia, the free encyclopedia

Luis Alberto Macas Ambuludí (* 3. Juni 1950 in Saraguro) ist ein ecuadorianischer Politiker und Intellektueller von der kichwasprachigen Ethnie der Saraguros.

Luis Macas, 2004

Leben

Luis Macas studierte erfolgreich Anthropologie, Linguistik und Jura. Er war einer der Gründer der indigenen Dachorganisation Ecuadors CONAIE und der Partei Pachakutik sowie Abgeordneter des ecuadorianischen Parlaments.

Unter Lucio Gutiérrez wurde er Anfang 2003 Landwirtschaftsminister,[1] doch verließ er nach dem abrupten politischen Richtungswechsel von Gutiérrez bald gemeinsam mit Außenministerin Nina Pacari die Regierung, als dieser im Februar 2003 plötzlich verkündete, er wolle ein Maßnahmenpaket des IWF umsetzen, sich als „wichtigster Alliierter von Bush[1] inszenierte und in einer Regierungsumbildung unter anderem den rechtsgerichteten Politiker Mauricio Pozo Crespo zum Wirtschaftsminister ernannte. Damit stieß er seine indigenen Koalitionspartner vor den Kopf. Macas gelang es, noch rechtzeitig aus der Regierung auszutreten, bevor diese wegen massiver Korruption nach Massenprotesten vom Parlament abgesetzt wurde, worauf Gutiérrez am 20. April 2005 ins Ausland floh und von Alfredo Palacio abgelöst wurde. Auch Macas wurde für seine Regierungsbeteiligung von der eigenen Wählerbasis kritisiert.[1]

Macas war Vorsitzender der CONAIE von 1990 bis 1996 und von 2004 bis 2008. Am 24. Mai 2006 wurde er von Pachakutik als Präsidentschaftskandidat für die Wahl im Oktober 2006 aufgestellt. Er erhielt im ersten Wahlgang jedoch nur etwas mehr als 2 Prozent der Stimmen und zog demnach nicht in den zweiten Wahlgang ein.

Ehrungen

Einzelnachweise

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