Luisenstraße (Berlin)

Straße in Berlin-Mitte From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Luisenstraße ist ein Verkehrsweg im Berliner Ortsteil Mitte. Sie entstand im 18. Jahrhundert, als sich Berlin ausdehnte, und ist Teil der Friedrich-Wilhelm-Stadt. Zwischen 1971 und 1991 hieß sie Hermann-Matern-Straße.

Schnelle Fakten Basisdaten, Technische Daten ...
Luisenstraße
Wappen
Straße in Berlin
Einige Bauten in der Luisenstraße, im Hintergrund das Bettenhaus der Charité, noch im unsanierten Zustand
Basisdaten
Ort  Berlin
Ortsteil  Mitte
Angelegt  Beginn des 19. Jh.
Neugestaltet 
Hist. Namen  Hermann-Matern-Straße (1971–1991)
Name erhalten 
Anschluss­straßen 
Wilhelmstraße (südlich)
Querstraßen  Hannoversche Straße,
Schumannstraße,
Reinhardtstraße,
Marienstraße (östlich),
Margarete-Steffin-Straße (westlich),
Adele-Schreiber-Krieger-Straße (westlich), Schiffbauerdamm
Plätze  Robert-Koch-Platz, Karlplatz
Nummern­system 
Bauwerke  ausgewählte Gebäude
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Straßenverkehr mit ÖPNV
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge 1103 m
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Lage und Beschreibung

Die Straße verbindet die Invalidenstraße im Norden mit dem Schiffbauerdamm im Süden und endet an der Marschallbrücke, die über die Spree führt. Sie verläuft fast geradlinig in Nord-Süd-Richtung. Im südlichen Teil überquert die Trasse der Stadtbahn auf einer Brücke die Straße. Die Luisenstraße hat die Hausnummern 2–65 (in Hufeisennummerierung) ausgewiesen.

Auf der Straße verkehren die Buslinien 147 und 245.

Geschichte

Am 16. April 1827 vergab der Magistrat von Berlin mit Genehmigung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. den Namen nach dessen jüngster Tochter. Prinzessin Luise wurde 1808 als Tochter des Königs und seiner Frau Luise geboren und hatte am 21. Mai 1825 Friedrich, den Prinzen der Niederlande aus dem Hause Nassau-Oranien, geheiratet.[1]

Das Gelände der Charité, das sich entlang des nördlichen Teils der Straße erstreckt, gab es bei der Stadterweiterung bereits, und es wurde nun an das neue Straßennetz angeschlossen.

Die Gebäude 22, 22a, 23, 24 und 24a wurden von der Deutschen Lebensversicherungsanstalt Mitte der 1850er Jahre errichtet und an Beamte sowie bürgerliche Familien vermietet.[2]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden seitens der damaligen Berliner Stadtverwaltung zahlreiche Straßen und Plätze umbenannt, die frühere Herrscher ehrten. Die Luisenstraße ließ aber nicht auf einen Blick erkennen, dass sie im Namen ebenfalls eine Herrscherin führte. So erhielt sie erst im Jahr 1971 einen geänderten Namen nach dem im gleichen Jahr verstorbenen DDR-Politiker Hermann Matern.

Nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung Berlins beschloss der neugebildete Senat im Jahr 1991 die Rückbenennung des Verkehrswegs in ‚Luisenstraße‘.

Ausgewählte Bauten in der Straße

Langenbeck-Virchow-Haus
Ehemalige Tierarzneischule
Charité-Gebäude

Darüber hinaus gibt es in der Luisenstraße mehrere Restaurants, Arztpraxen und Rechtsanwaltskanzleien.

Personen, die mit der Straße verbunden sind

  • Henri François Brandt; der königlich preußische Hof-Medailleur bewohnte mit seiner Familie ab 1840 das eigene Haus „Louisenstraße 37“.[16]

Siehe auch

Commons: Luisenstraße (Berlin-Mitte) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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