Lukaskirche (Ludwigshafen)

Kirchengebäude in Ludwigshafen-Süd, Ludwigshafen am Rhein, Rheinland-Pfalz From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Lukaskirche ist eine evangelische Kirche im Ortsbezirk Südliche Innenstadt der Stadt Ludwigshafen am Rhein.[1]

Lukaskirche in Ludwigshafen Süd

Geschichte

Die Lukaskirche wurde nach Plänen des Architekten Heinrich Otto Vogel[2] und unter der Bauleitung des Architekten Erwin Morlock gebaut.[3] Der erste Spatenstich erfolgte am 12. Oktober 1958.[3] Die Übergabe an die Kirchengemeinde fand am 15. Januar 1961 statt.[4]

Künstlerische Ausgestaltung

Fassadengestaltung

An den Sandsteinfassaden der Kirche finden sich Reliefs des Freinsheimer Bildhauers Franz Lind mit thematischen Darstellungen zu Texten aus dem Lukasevangelium.[5] Seit 9. Juni 1961 befindet sich im Innenraum der Lukaskirche das von der Kasseler Künstlerin Christiane Wollenhaupt-Brenner entworfene und gestaltete Mosaik „Vom verlorenen Sohn“, welches das Gleichnis aus dem Lukasevangelium, Kapitel 15, darstellt.[5] Das Bronzekreuz über dem Altar gestaltete der Münchner Künstler Hermann Jünger.[5]

Orgel

Nutzte man zur Gottesdienstbegleitung zunächst ein 1961 erworbenes Orgelpositiv[4] des Orgelbauers Oberlinger aus Windesheim[6], beschloss das Presbyterium der Gemeinde im Jahr 1964 den Bau einer größeren Orgel.[7] Diese wurde 1970 von Paul Ott (Göttingen) im Geiste der Orgelbewegung gebaut. Ihre Spieltraktur ist mechanisch, die Registertraktur ist elektrisch. Die Windladen sind als Schleifladen ausgeführt.[8] Eine Nachintonierung erfolgte 2022 durch die Firma Vleugels aus Hardheim.[9] Das Instrument setzt sich aus Türmen und Kästen der einzelnen Teilwerke zusammen, die in einfachen Schreingehäusen stehen. Über dem sich in der Vorderfront befindlichen Spieltisch, erheben sich das Brust-, Haupt- und Oberwerk. Das Pedalwerk befindet sich links davon in zwei verschieden großen Türmen sowie einem Harfenfeld. Es verfügt entsprechend über 39 Register auf drei Manualen und Pedal.[10] Die Disposition lautet:[8]

I Hauptwerk C–g3
1.Quintade16′
2.Prinzipal08′
3.Rohrflöte08′
4.Oktave04′
5.Kleingedackt04′
6.Quinte0223
7.Superoktave02′
8.Mixtur V
9.Zimbel III
10.Trompete08′
II Oberwerk C–g3
11.Großgedackt08′
12.Spitzgambe08′
13.Praestant04′
14.Blockflöte04′
15.Nasat0223
16.Waldflöte02′
17.Terz0135
18.Sifflöte01′
19.Scharf V
20.Dulzian16′
21.Englisches Horn08′
Tremulant
III Brustwerk C–g3
22.Holzgedackt8′
23.Prinzipal4′
24.Koppelflöte4′
25.Oktave2′
26.Quinte113
27.Zimbel V
28.Krummhorn8′
29.Vox Humana8′
Tremulant
Pedal C–f1
30.Principalbaß16′
31.Subbaß16′
32.Oktavbaß08′
33.Pommer08′
34.Oktavbaß04′
35.Nachthorn02′
36.Mixtur VI
37.Posaune16′
38.Trompete08′
39.Trompete04′
  • Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P

Glocken

Die Lukaskirche besitzt kein Geläut. Ein ursprünglich auf dem Kirchenvorplatz geplanter Glockenturm[11] wurde nicht realisiert.

Einzelnachweise

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