Lustre (Dateisystem)
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Lustre ist ein paralleles, verteiltes Dateisystem, welches üblicherweise in großen Cluster-Computing-Umgebungen Einsatz findet. Der Name Lustre leitet sich aus Linux und Cluster ab.[3] Lustre ist unter der GNU GPL (nur v2) verfügbar und bietet ein hochperformantes Dateisystem für sowohl kleine wie auch große, über mehrere Standorte verteilte Cluster.
| Lustre | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entwickler | Whamcloud |
| Erscheinungsjahr | 2003 |
| Aktuelle Version | 2.15.4[1] (23. Dezember 2023) |
| Aktuelle Vorabversion | 2.12.0 |
| Betriebssystem | Linux |
| Programmiersprache | C[2] |
| Kategorie | Dateisystem |
| Lizenz | GPL v2 |
| Lustre (Wiki) | |
Da Lustre besonders auf hohe Leistungsfähigkeit ausgerichtet ist und unter einer freien Lizenz steht, wird es oft im Umfeld von Supercomputern genutzt. 2012 setzten 15 der TOP30-Supercomputer auf das Lustre-Dateisystem[4], inklusive des ehemals weltschnellsten TOP500-Supercomputers, des Titan.
Lustre-Dateisysteme sind skalierbar und unterstützen mehrere tausend Client-Systeme, mehrere Petabyte (PB) Speicherplatz und hunderte Gigabyte pro Sekunde (GB/s) gebündelter Schreib-/Lese-Last.[5][6] Dies macht Lustre zu einer beliebten Wahl für z. B. große Rechenzentren wie bei Internet-Service-Providern, Finanzdienstleistern oder für die Öl- und Gas-Industrie.[7]
Mit Linux-Kernel 4.17 wurde Lustre aus dem Staging-Bereich des Kernels entfernt[8], nachdem es nicht gelungen war, deutliche Qualitätsverbesserungen in den Kernel einzupflegen[9]. Die Weiterentwicklung erfolgt nun – wie schon teilweise zuvor – außerhalb des Kernels.