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Lämmerbach (Kasselbach)

Zufluss des Kasselbachs im hessischen Spessart From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Lämmerbach[3][4], auch Bach vom Ochsenwasen[2] genannt, ist ein rechter Zufluss des Kasselbachs im Main-Kinzig-Kreis im hessischen Spessart.

Schnelle Fakten
Lämmerbach
Bach vom Ochsenwasen
Der Lämmerbach an der Günthersmühle

Der Lämmerbach an der Günthersmühle

Daten
Gewässerkennzahl DE: 24785482
Lage Hessisch-Fränkisches Bergland

Hessen

Flusssystem Rhein
Abfluss über Kasselbach → Bieber → Kinzig → Main → Rhein → Nordsee
Quelle südwestlich von Bad Orb
50° 12′ 10″ N, 9° 19′ 51″ O
Quellhöhe 290 m ü. NN[1]
Mündung südöstlich von Kassel in den Kasselbach
50° 11′ 50″ N, 9° 18′ 21″ O
Mündungshöhe 200 m ü. NN[1]
Höhenunterschied 90 m
Sohlgefälle 45 ‰
Länge 2 km[1]
Einzugsgebiet 3,3 km²[2]
Der zuvor dem Metzlerborn entsprungene Lämmerbach durchfließt im Eschenkar mehrere Tümpel, die zum Teil auch mit Seerosen bewachsen sind

Der zuvor dem Metzlerborn entsprungene Lämmerbach durchfließt im Eschenkar mehrere Tümpel, die zum Teil auch mit Seerosen bewachsen sind

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Geographie

Verlauf

Metzlerborn

Der Lämmerbach entspringt dem Metzlerborn südwestlich von Bad Orb am Fuße der Berge Geiersberg (385 m) und Hubertsberg (408 m). Die Quelle befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Biebergemünd am rechten Talhang und speist das zu Bad Orb gehörende Feuchtgebiet Eschenkar.

Der Lämmerbach fließt in südwestliche Richtung und mündet an der Günthersmühle südöstlich von Kassel in den Kasselbach.

Flusssystem Kinzig

Natur und Umwelt

Feuchtgebiet Eschenkar

Feuchtgebiet Eschenkar

Das Eschenkar ist eine Moorlandschaft im Spessart südwestlich von Bad Orb im Quellbereich des Lämmerbaches. Es gehört zum FFH-Gebiet Talauensystem der Bieber und der Kinzig bei Biebergemünd. Die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA) erhält und fördert gemeinsam mit der Stadt Bad Orb das Feuchtgebiet.

Ursprünglich war das Gebiet ein Wiesental, das von Bauern genutzt wurde. Nachdem man die Landwirtschaft dort aufgegeben hatte, wurde der Bereich großflächig mit Fichtenwald aufgeforstet. In den 1980er Jahren wandelte man das mittlere Eschenkar in ein Feuchtgebiet um. Seit 2009 wurden Naturschutzmaßnahmen kontinuierlich realisiert. Das Hauptziel ist mehr Artenvielfalt. Die Entwicklung und der Erhalt moorbildender Torfmoose und des Rundblättrigen Sonnentau sind weitere Naturschutzziele.

Dafür hat man die Fichten entfernt, sodass sich das Moor durch den verstärkten Lichteinfall gut entwickeln konnte. Es wurde eine über 5.000 m² große Fläche durch eine Natur- und Vogelschutzgruppe von Gehölz befreit. Im oberen Eschenkar legte man bereits 2009 Waldtümpel an; im unteren Eschenkar im Jahr 2013. Der Lämmerbach wurde dort renaturiert, um einen hohen Wasserspiegel zu erhalten. Die Stadt Bad Orb errichtete einen Holzsteg durch die moorige Fläche des Eschenkars. Der Wanderweg Spessartbogen führt am Feuchtgebiet vorbei.

Im Eschenkar leben Schwarzstörche, Waldschnepfen, Feuersalamander, Gelbbauchunken, Grasfrösche, Kammmolche, Gestreifte Quelljungfern, Blauflügel-Prachtlibellen und Kreuzottern.[4][5]

Siehe auch

Commons: Lämmerbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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