Löffelbug

spezielle Bauform des Schiffsvorderteils (Vorsteven) From Wikipedia, the free encyclopedia

Ein Löffelbug (auch Löffelsteven genannt) (englisch spoon bow) ist eine spezielle Bauform des Schiffsvorderteils (Vorsteven), die durch eine konvex gewölbte, löffelähnliche Rundung nach vorn und unten gekennzeichnet ist und weit über die Wasserlinie hinausragt.[1][2]

Löffelbug
Löffelbug, Yacht Santa Maria Manuela, 2019

Merkmale und Funktion

Der Vorsteven krümmt sich löffelartig nach außen (positiv), was dem Schiff ein charakteristisches, klassisches Aussehen verleiht. Der Löffelbug unterscheidet sich deutlich von anderen Formen wie dem Klippersteven (der eher geschwungen s-förmig ist) oder dem modernen Wulstbug (der „Nase“ unter der Wasserlinie zur Widerstandsreduzierung des Schiffes).

Diese Form war vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bei Yachten und Regattaseglern beliebt. Heute findet man den Löffelbug vor allem bei klassischen Yachten[3] oder Retro-Neubauten[4] von Werften wie Spirit Yachts.[5]

Vorteile des Löffelbugs

Verbesserung des Seeverhaltens

In einer Wellen-Dünung sorgt das vorgelagerte Volumen für zusätzlichen Auftrieb, was das „Eintauchen“ (Stampfen) des Bugs in die Wellen verringert und einen sanfteren Übergang über die Wellen bei rauem Wetter bewirkt.[5] Die Form ist darauf ausgelegt, Wellenberge und -täler gut zu durchschneiden, was das unangenehme Stampfen des Schiffes im Wellengang reduziert.[6]

Aufschieben auf Eisflächen erleichtert

Bei Eisbrechern oder eisgehenden Schiffen hilft die Form des Löffelbugs bei Eisgang, auf das Eis aufzugleiten und es durch das Eigengewicht des Schiffes zu brechen.

Einzelnachweise

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