Kinofest Lünen

Jährliches Filmfestival in Lünen, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Kinofest Lünen ist ein seit 1990 jährlich in Lünen (Nordrhein-Westfalen) stattfindendes Filmfestival für deutsche Filme.

Geschichte

Bis zum Jahre 2004 wurde das Kinofest vom Büro Schmitt & Teigler aus Köln geleitet. Von 2005 bis 2016 übernahmen dies Michael Wiedemann und Katrin Bessert. Ab 2017 leitete Michael Wiedemann das Festival gemeinsam mit Sven Ilgner. Von 2021 bis 2023 waren Lutz Nennmann und Meinolf Thies die Veranstalter.[1] Nach dem Ausfall des Kinofests im Jahr 2024 wurde die Veranstaltung im Sommer 2025 wieder aufgenommen. Seitdem fungiert die Stadt Lünen als feste Veranstalterin, während die Festivalleitung unverändert bei Sonja Hofmann liegt.[2]

Von 2005 bis 2018 stand das Kinofest unter dem Motto: „Hart aber herzlich“. 2021 übernahm die Stadt Lünen die Nutzungsrechte an den Wort- und Bildmarken des Festivals und gab sie an die neuen Veranstalter weiter, damit das Kinofest weiterhin unter dem gewohnten Namen (2021 unter dem Motto: Sie ist wieder da: Die LÜDIA!) und mit den bekannten Emblemen stattfinden kann.[3]

Aufgrund der COVID-19-Pandemie konnte das Kinofest 2020 nicht in der üblichen Form stattfinden. Zum Ausgleich wurde von Michael Wiedemann, Sven Ilgner und Anke Höwing das „Kino Film Fest Lünen“ ins Leben gerufen. Diese pandemiebedingt kleinere Variante des Festivals fand mit reduziertem Programm vom 4. bis zum 7. November 2020 statt.[4]

Filmpreise

Die „Lüdia“

Seit 1997 wird der Filmpreis der Stadt Lünen, die Lüdia, verliehen. Sie ist eine Miniatur der Blumenfrau-Statue, geschaffen vom Lüner Bildhauer Andrzej Irzykowski, die auf Lünens Marktplatz steht. Der Gewinner wird vom Publikum gewählt.

Der Preis war bis 2020 mit 10.000 Euro dotiert,[5] seit 2021 mit 15.000 Euro (10.000 Euro gesponsert von der Stadt Lünen und 5.000 Euro gesponsert von der Familie Höwing).

Lüdia-Preisträger

Weitere beim Kinofest Lünen verliehene Filmpreise

  • Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 16+. Preisgeld: 2.500 Euro
  • Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 10+. Preisgeld: 2.500 Euro.
  • Filmpreis 60+. Preisgeld: 2.500 Euro
  • Kinderfilmpreis Rakete. Preisgeld: 3.000 Euro
  • Kurzfilmpreis Erste Hilfe für kurze Kurzfilme. Preisgeld: 1.600 Euro
  • Kurzfilmpreis Erster Gang für mittellange Kurzfilme. Preisgeld: 1.600 Euro
  • Preis für die beste Filmmusik. Preisgeld: 2.500 Euro
  • Berndt-Media-Preis für den besten Filmtitel. Preisgeld: Marketingleistungen in den Medien des Berndt-Media-Verlags im Wert von 7.500 Euro
  • Drehbuchpreis. Preisgeld: 2.500 Euro
  • Perle – Preis für Frauen aus der Filmbranche. Preisgeld: 1.800 Euro
  • RuhrPott-Leserfilmpreis. Preisgeld: 1.500 Euro
  • Nike für das Lebenswerk (seit 2022). Preisgeld: 15.000 Euro.

Fair Festival Award

Das Kinofest Lünen wurde mit dem Fair Festival Award ausgezeichnet. Die Auszeichnung war Teil eines Kooperationsprojekts der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und der AG Festivalarbeit in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, das die Arbeitsbedingungen bei Filmfestivals untersuchte.[9] Sie wurde anlässlich der Berlinale 2020 auf Basis einer Umfrage unter Festivalbeschäftigten vergeben.[10]

Kinotransparente

Während des Kinofestes 2010 wurden an unterschiedlichen Orten in Lünen Kinotransparente aus der Sammlung des Frankfurter Werbers Manfred Stute aus den 1950er bis 1980er Jahren gezeigt.[11]

Einzelnachweise

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