L’ira di Achille (Oper)

Opernfragment von Gaetano Donizetti From Wikipedia, the free encyclopedia

L’ira di Achille (Der Zorn des Achilleus) ist das Fragment einer Oper in zwei Akten von Gaetano Donizetti. Das Libretto ist möglicherweise dasjenige, das Felice Romani 1814 für eine gleichnamige Oper von Giuseppe Nicolini verfasste.[2] Donizettis Opernfragment wurde zu seinen Lebzeiten vermutlich nicht aufgeführt.[3]

Schnelle Fakten Werkdaten, Personen ...
Werkdaten
Titel: Der Zorn Achilles
Originaltitel: L’ira di Achille

Der junge Donizetti

Form: Opernfragment
Originalsprache: Italienisch
Musik: Gaetano Donizetti
Libretto: Bartolomeo Merelli
Literarische Vorlage: Homer: Ilias
Ort und Zeit der Handlung: Griechenland, 13./12. Jahrhundert v. Chr.
Personen

(Angaben rekonstruiert ohne Gewähr)

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Handlung

Achilleus’ Übergabe der Briseis, Wandgemälde aus Pompeji, 1. Jh. n. Chr.

Erzählt wird eine Episode um Briseide, die Lieblingssklavin des Kriegers Achille, der sie während des Trojanischen Krieges erbeutet hatte. Der Heerführer Agamemnone jedoch nahm sie Achille weg, als er seine eigene Sklavin Criseide ihrem Vater zurückgeben musste, um ein schlechtes Orakel abzuwenden. Daraufhin zieht sich Achille zornig aus dem Kampf um Troja zurück. Dies wird in der Ilias als „Zorn des Achilleus“ besungen.[4]

Werk

Während seiner Studienzeit in Bologna vertonte der zwanzigjährige Donizetti den ersten Akt und ein Duett des zweiten Aktes sowie eine Szene, ein Rezitativ und eine Arie für Bass und Chor.[5] Der Musikwissenschaftler William Ashbrook hält es für wahrscheinlich, dass er dies zu Übezwecken oder für eine Aufführung unter den Musikamateuren Bolognas tat.[6]

Die im Donizetti-Museum in Bergamo aufbewahrte Partitur wurde von dem dort wirkenden Musikwissenschaftler Guido Zavadini rekonstruiert und befindet sich nun in der französischen Nationalbibliothek in Paris.[5]

Aufnahmen

  • 3. April 1998 – Antonio Brena (Dirigent), Orchestra d’Archi Filharmonica Lombarda.
    Sergio Rocchi (Achille), Sergio Bologna (Agamemnone), Nicoletta Ceruti (Briseide), Marcello Merlini (Taltibio), Fabio Tartari (Patroclo), Elena Bertocchi (Criseide), Alberto Rota (Calcante).
    Live, konzertant aus dem Teatro Colognola in Bergamo.
    Celestial Audio CA 483 (2 CDs).[7][8]

Literatur

  • Robert Steiner-Isenmann: Gaetano Donizetti. Sein Leben und seine Opern. Hallwag, Bern 1982, ISBN 3-444-10272-0, S. 499.
  • William Ashbrook: Donizetti and his Operas (2. edition), Cambridge University Press, Cambridge, 1983, S. 580.

Digitalisate

Einzelnachweise

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