Mühlhof (Gemeinde Payerbach)
Ortschaft im Bezirk Neunkirchen
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Mühlhof ist eine Ortschaft in der Marktgemeinde Payerbach im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich mit 75 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).[1]
| Mühlhof (Dorf) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Neunkirchen (NK), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Neunkirchen | |
| Pol. Gemeinde | Payerbach (KG Schmidsdorf) | |
| Koordinaten | 47° 41′ 2″ N, 15° 53′ 2″ O | |
| Höhe | 480 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 75 (1. Jän. 2026) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05239 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Geschichte
Bereits im Jahr 1380 wurde hier ein „Muldorf in der Prewn“ genannt, das zum Teil an Dienstleute der Herrschaft Reichenau vergeben war. Der Mühlhof bestand aus einem Meierhof, einer Mühle und einer Säge. 1830 erwarb Louise Freiin von Salla-Stollberg den Meierhof und baute die anfangs Schlößl genannte Anlage zum Schloss Mühlhof aus.[3]
Im 19. Jahrhundert berichtete Schweickhardt von zwei Gehöften, deren Bewohner überwiegend Ackerbau betrieben, wobei sie Weizen, Korn, Gerste, Hafer und Heidekorn ernteten. Einer davon war der ausgebaute Mühlhof, der auch über eine Gaststube mit Tanzboden verfügte. Im Jahr 1822 wurde der Ort mit zwei Meierhöfen genannt, die nach Payerbach eingepfarrt waren, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Reichenau besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Neunkirchen ausgeübt.[4]
Mit dem Umbruch 1848 wurde Mühlhof dem Amtsbezirk Gloggnitz zugeteilt und gelangte 1867 zum neu geschaffenen Bezirk Neunkirchen.
Sehenswertes
- Schloss Mühlhof, eine um 1830 schlossartig umgestaltete Mühle
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 3. Band: Klosterthal bis Neunkirchen. Mechitaristen, Wien 1831, S. 286 (Mühlhof – Internet Archive).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 104, Sektion Gloggnitz, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,1 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 261.
