M. Kruppe

Autor, Sprecher, Moderator, Rezitator, freier Videograf, Podcast-Produzent und Veranstalter From Wikipedia, the free encyclopedia

M. Kruppe (* 1978 in Pößneck, bürgerlicher Name Marko Kruppe[1]) ist Autor, Sprecher, Moderator, Rezitator, freier Videograf, Podcast-Produzent und Veranstalter kultureller Events.[2][3]

Leben

Kindheit und Jugend

Kruppe wuchs zusammen mit seiner sechs Jahre jüngeren Schwester in einer Arbeiterfamilie in Ostdeutschland auf. Er brach den Schulbesuch mit einem Hauptschulabschluss ebenso ab wie eine handwerkliche Ausbildung und nahm mehrere Jobs in verschiedenen Branchen an, bis er sich 2016 als freier Autor, Sprecher und Moderator selbständig machte.

Eine Vertonung von Gottfried Benns Gedichtzyklus Morgue im gleichnamigen Album der Band Das Ich sieht Kruppe selbst als „Erweckungserlebnis“ für sein Interesse an der Literatur.[4]

Literarische Arbeit

Seit den 90er Jahren schreibt er Gedichte.[5] 2007 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband - Krieg im Nimmerland[6] im damaligen Leipziger Kult-Verlag EditionPaperOne. Seitdem besteht sein literarisches Werk aus Gedichten, Romanen, Betrachtungen und Kurzgeschichten, die meist auf Tagebucheinträgen basieren.[3] Thematisch behandelt der Autor in seinen Texten Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen,[7] oftmals verwoben mit Selbstreflexionen.[4] Seine Texte werden als bestechend ehrlich, traurig oder humorvoll beschrieben.[6]

Er arbeitet als Rezitator und entwickelte verschiedene literarische Bühnenprogramme, oft in Zusammenarbeit mit Musikerinnen und Musikern. So stand er mehrfach mit Tilotanik, Wayne Lost Soul[8] und Maria Schüritz auf der Bühne. Mit dem weltreisenden Troubadour Mr. Moon & the beautiful dream entstanden neben mehreren Bühnenprogrammen auch literarische Musikvideos[9], die der Leipziger Filmemacher und Fotograf Marcel Schreiter produzierte[10]. Auf der Online-Plattform Twitch streamte Kruppe zwischen 2020 und 2024 literarische Sendungen.[3]

Kruppe ist der erste veröffentlichte Autor des Verlags Edition Outbird, bei dem er kreativer Mitarbeiter ist.[1] 2022 erhielt der Autor ein vierwöchiges Stipendium in Tampere (Finnland), wo er u. a. Vorträge und Lesungen im Deutschen Kulturzentrum Tampere gab und mit Germanistik-Studierenden der Universität Tampere videografisch zusammenarbeitete.[5] Kruppe ist Mitglied im Thüringer Lese-Zeichen e.V.[3][11]

Moderation und Veranstaltungsorganisation

Kruppe moderiert Events wie zum Beispiel die Hauptbühne im Heine-Park des Rudolstadt-Festivals[12] und das Darkstream Festival 2020[13], das er auch mit organisierte, sowie Sendungen des Radiosenders DarkFire[14] (bis 2024).[3] Darüber hinaus organisiert und moderiert er Literatur-Festivals wie das Lese-Fest "Hinter den Fassaden[15]" in Altenburg, "Altes Papier, neue Ideen[16]" in Greiz, das "weiter:lesen 22"[17] in Leipzig, das "AndersArt - Festival" in Pößneck und seit 2023 das Festival "In Darkest Plagwitz[18]". Seit 2023 ist Kruppe Projektleiter und Produzent der Podcast-Serie "Hinter den Steinen[19]", bei der er mit Schülerinnen und Schülern in Jena zum Thema Stolpersteine arbeitet.[6] Seit 2024 produziert er die Podcastreihe "Ostwärts - ein Spaziergang durch den Saale-Orla-Kreis[20]" für die Volkshochschule Saale-Orla-Kreis.

2026 erscheint der Film "Der Drecksack bin ich", eine Reportage über den Berliner Schriftsteller, Fotograf und Herausgeber Florian Günther, die M. Kruppe gemeinsam mit Marcel Schreiter produzierte.

Privates

M. Kruppe lebt seit 2020 in Leipzig und hat zwei Töchter.[3]

Publikationen

Einzelnachweise

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