M5 (Metro Istanbul)

U-Bahn-Linie in Istanbul From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Linie M5, offiziell M5 Üsküdar–Sultanbeyli, ist eine U-Bahn-Linie der Metro Istanbul auf der asiatischen Seite der Stadt. Sie verläuft von Üsküdar am Bosporus nach Sultanbeyli. Die Linie hat 24 Stationen auf einer Länge von 30,9 Kilometern. Elektrifiziert ist sie mit 750 Volt Gleichspannung über Oberleitung. Die M5 ist die erste vollautomatische U-Bahn der Türkei und nach der M4 die zweite U-Bahn-Linie auf dieser Seite der Megastadt, kreuzt diese aber nicht.

Einbettung der U-Bahn-Linie M5 (Dunkelviolett) in das Istanbuler Verkehrsnetz
Logo der İstanbul Ulaşım
Logo der İstanbul Ulaşım
Weitere Informationen Linie M5 in Daten ...
Linie M5 in Daten
EröffnungDezember 2017
EndstationenÜsküdar – Sultanbeyli
Länge30,9 km
Stationen24
- davon unterirdisch24
ZugangSperrschranken
24-Stunden-Betriebnein (6:00–0:00 Uhr)
Fahrgäste (täglich)293.700 (2024)[1]
Betreiberİstanbul Ulaşım
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Die Linienfarbe der M5 ist Dunkelviolett.

Geschichte

Der Bau des ersten, 20 Kilometer langen Abschnittes mit 16 Stationen von Üsküdar nach Çekmeköy einschließlich einer drei Kilometer langen Gleisverbindung zum Betriebswerk und Zugdepot in Parseller (später ein Teil der Linie M8), begann am 20. März 2012. Für den Bau des von der Doğuş Construction Gruppe durchgeführten Großbauprojekts wurden 564 Millionen Euro veranschlagt, die von der öffentlichen Hand übernommen wurden. Die Inbetriebnahme sollte im Mai 2015 stattfinden. Nach diversen Verzögerungen konnte als erster Abschnitt der Linie nur die Strecke Üsküdar–Yamanevler über 9,9 Kilometer und insgesamt neun Stationen am 15. Dezember 2017 eröffnet werden. Der folgende Abschnitt mit weiteren 7,0 Kilometern und sieben Stationen bis Çekmeköy folgte dann erst knapp ein Jahr später am 21. Oktober 2018. Der dritte Bauabschnitt nach Samandıra Merkez mit 5,9 Kilometern und vier Stationen wurde am 16. März 2024 in Betrieb genommen, wobei die geplante Station Sancaktepe Şehir Hastanesi noch nicht fertig gestellt ist und erst im Januar 2026 eröffnet werden soll.

Ursprüngliche Pläne, die M5 zum Sabiha Gökçen International Airport fortzusetzen[2], wurden zugunsten einer Verlängerung der M4 zum Flughafen aufgegeben.

Als letzte Verlängerung der Linie wurde am 22. Mai 2026 der Abschnitt von Samandıra Merkez über 4,9 Kilometer mit drei Stationen nach Sultanbeyli eröffnet.

Verlauf

Stationsplan der in Metrolinie M5
Stationsplan der in Metrolinie M5

Die Linie M5 verläuft in West-Ost-Richtung. Sie ist vollständig unterirdisch. Sie führt vom S-Bahnhof Üsküdar, wo in die Züge des Marmaray-S-Bahn-Systems umgestiegen und in einem Tunnel unter dem Bosporus hindurch auf die europäische Seite der Stadt gefahren werden kann, mäandernd bis Sultanbeyli. In Altunizade können die Passagiere außerdem in den ebenfalls Europa mit Asien verbindenden Metrobüs umsteigen, in Dudullu besteht eine Umsteigemöglichkeit in die M8 Bostancı–Parseller.

Bedeutung

Auf der asiatischen Seite Istanbuls erstreckt sich die Besiedlung vom Bosporus aus einerseits ostwärts und andererseits entlang der Küstenlinie südostwärts. Der südöstliche Teil ist durch die M4 bereits an das Metronetz und die Linien des S-Bahn-Netzes angeschlossen. In Richtung Osten fehlten dagegen noch Schnellbahnverbindungen, so dass der öffentliche Personenverkehr hier von Stadtbussen getragen wurde, die die im Landesinneren liegenden Viertel mit Üsküdar an der Küste verbinden und den Anschluss zum Metrobüs herstellen.[3] Da viele Bürger auf der asiatischen Seite der Stadt leben, aber auf der europäischen Seite arbeiten, existiert ein großer Berufspendlerstrom in Ost-West-Richtung und zurück. Zurzeit wird dieser noch von Fähren und vom Individual- bzw. Busverkehr über die beiden Bosporusbrücken getragen. Entlang der Route der M5 sind einige Großwohnsiedlungen entstanden, so dass hier mehrere hunderttausend Menschen wohnen. Die Verkehrsbedingungen für diese Bürger sollten mit der neuen Metrolinie verbessert werden.[4]

Quellen

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