Machaira

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Die Machaira war ein großer geschwungener, messerförmiger Vorläufer des Halbschwerts aus Persien, der sich später im antiken Griechenland verbreitete, und zum Teil zusätzlich zum Xiphos mitgeführt wurde. Manche Formen der Machaira ähneln dem Kopis.

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Machaira
Angaben
Waffenart: Schwert
Bezeichnungen: Machaira[1]
Verwendung: Militärische Waffe
Ursprungsregion/
Urheber:
Perser
Verbreitung: Griechenland, Persien
Gesamtlänge: 70 cm
Klingenlänge: 60 cm
Werkstoff: Eisen
Griffstück: Holz, Leder
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Machaira (rechts, Nr. 4)

Etymologie

Machaira, altgriechisch μάχαιρα máchaira, deutsch Schlachtmesser, Säbel, ist abgeleitet von μάχη máchē, deutsch Schlacht, beziehungsweise μάχεσθαι máchesthai, deutsch kämpfen.[1]

Geschichte

Die Waffe stammte ursprünglich aus dem Persien des 5. Jahrhunderts v. Chr. und verbreitete sich als beliebte Reiterwaffe in ganz Griechenland. Xenophon beschreibt die Machaira in einem seiner Werke. Über das Reich Alexanders des Großen wurde diese Waffe weiter in Asien verbreitet.[1]

Beschreibung und Verwendung

Die Machaira war ein einschneidiges, messerförmiges Halbschwert, mit einer nach vorne gebogenen Klinge aus Eisen. Der Griff bestand aus mit Leder umwickelten Eisen und ging in einen Knauf über.[1]

Das Schwert war eher zum Hauen als zum Stechen geeignet und wurde v. a. von Reitern verwendet, während die Infanterie eher das weit verbreitete Xiphos verwendete.

Rezeption

Rezeption der Machaira findet sich mit historischen Ausstellungsstücken, wie beispielsweise im Metropolitan Museum of Art. Bisweilen werden auch Formen, die dem Kopis ähneln als Machaira bezeichnet.[2] In Historienfilmen ist die Machaira ein üblicher Ausrüstungsgegenstand.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

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