Madeira-Glockenheide

Art der Gattung Heidekräuter (Erica) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Madeira-Glockenheide (Erica maderensis) ist eine auf der portugiesischen Insel Madeira beheimate Pflanzenart aus der Gattung der Heidekräuter (Erica) innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Sie kommt lediglich in einem eng begrenzten Gebiet vor und ist vom „Aussterben bedroht“.[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Madeira-Glockenheide

Madeira-Glockenheide

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)
Gattung: Heidekräuter (Erica)
Art: Madeira-Glockenheide
Wissenschaftlicher Name
Erica maderensis
(Benth.) Bornm.
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Beschreibung

Zweig mit Blättern und Blüten

Vegetative Merkmale

Erica maderensis ist ein weitverzweigter immergrüner Strauch, der Wuchshöhen von 50 bis 80 Zentimeter erreicht. Die 5 bis 9 Millimeter langen nadelartigen Blätter sind quirlständig angeordnet.[2]

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Die Blüten sind in achsel- oder endständigen Blütenständen angeordnet. Die weißen bis rosafarbenen Blüten sind bei einer Länge von etwa 5 Millimetern glockenförmig.[2]

Vorkommen und Gefährdung

Die Madeira-Glockenheide kommt ausschließlich im Zentralgebirge von Madeira in einer Höhenlage von 1200 bis 1800 Meter vor. Es gibt nur einen Fundort im Gebiet um den Pico do Arieiro und wächst dort auf felsigen Hängen.[3] In der Roten Liste der gefährdeter Arten der IUCN wird Erica maderensis als „Critically Endangered“ = „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.[1] Grund dafür ist neben dem kleinen Areal die Beweidung durch Ziegen (bis Anfang der 2000er-Jahre), Waldbrände zerstörten zudem einen Großteil der Population.

Taxonomie

Die Erstbeschreibung erfolgte 1839 als Varietät unter dem Basionym Erica cinerea var. maderensis durch George Bentham in Bentham's Treatment of Ericeae (Ericaceae) in A. P. de Candolle: Prodromus ..., Band 7, S. 666.[4] Den Rang einer Art Erica maderensis hat sie durch den deutschen Botaniker Joseph Bornmüller in Botanische Jahrbücher für Systematik, Pflanzengeschichte und Pflanzengeographie, Band 33, Nummer 3, Leipzig 1903, S. 458 erhalten.

Einzelnachweise

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