Mafdal – HaTzionut HaDatit
Orthodox-jüdische, religiös-zionistische, rechtskonservative Partei in Israel
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Die Mafdal – HaTzionut HaDatit (hebräisch מפד״ל – הַצִּיּוֹנוּת הַדָּתִית MafDaL – haZijjōnūt haDatīt, deutsch ‚MafDaL – der religiöse Zionismus‘, dabei ist MafDaL das Akronym für hebräisch מִפְלָגָה דָּתִית לְאֻמִּית Miflagah Datit Ləʾummīt, deutsch ‚Religiöse Nationale Partei‘, der Parteiname lautet im Ganzen Miflagah Datit Ləʾummīt – haZijjonut haDatit) ist eine weit rechts stehende[1] religiös-zionistische politische Partei in Israel. Sie entstand im August 2023, als die Parteien HaZijjonut haDatit (Der Religiöse Zionismus) und HaBajit haJehudi (Jüdisches Heim/Haus) fusionierten. – Nicht zu verwechseln mit der 2008 aufgelösten Partei Mafdal.
| Miflaga Datit Leʾummit – haZijjonut haDatit | |
|---|---|
| Parteivorsitzender | Bezalel Smotrich |
| Gründung | 20. August 2023 |
| Entstehung | hervorgegangen aus: HaʾIchud haLeʾummi – Tquma und HaBajit haJehudi |
| Ausrichtung | Orthodoxes Judentum Chardal-Bewegung Religiöser Zionismus Religiöser Nationalismus Religiöser Konservatismus Wertkonservatismus Sozialkonservatismus Ultrakonservatismus Ultranationalismus |
| Farbe(n) | Blau, Grün |
| Sitze Knesset | 7 / 120 (5,8 %) |
| Website | https://zionutdatit.org.il/ |
Geschichte
Bezalel Smotrich besiegte Uri Ariel bei der Tquma-Führungswahl im Januar 2019.[2]
Nach schwierigen Verhandlungen erzielten Tquma, Jüdisches Heim und ʿOtzma Jehudit eine Vereinbarung, bei der Wahl im April 2019 als die Union der rechten Parteien anzutreten (wobei sie fünf Sitze in der Knesset gewannen). Im Juni 2019 warf ʿOtzma Jehudit dem Jüdischen Heim vor, das Wahlabkommen nicht einzuhalten, und verließ das Bündnis.[3] Die HaJamin HeChadasch (gegründet von Naftali Bennett und Ajelet Schaked nach Abspaltung des Jüdischen Heims im Dezember 2018) hatte bei der Wahl im April 2019 die Sperrklausel nicht überschritten.[4] Vor der israelischen Parlamentswahl im September 2019 verbündeten sich Jüdisches Heim und Tquma (die als Vereinigte Rechte antraten) mit der HaJamin HeChadasch,[5] und nannten ihre gemeinsame Liste Jamina.[6] Obwohl ʿOtzma Jehudit und Jüdisches Heim sich zunächst einigten, bei der Vorbereitung auf die israelische Parlamentswahl 2020 auf einer gemeinsamen Liste namens Vereinigtes Jüdisches Heim anzutreten, wurde Jamina neu formiert, wobei ʿOtzma Jehudit erneut ausgeschlossen wurde.[7][8]
Smotrich benannte seine Partei am 7. Januar 2021 von Nationale Union – Tkuma in HaZijjonut haDatit („Der Religiöse Zionismus“, RZ) um.[9] Im folgenden Monat bildeten RZ, ʿOtzma Jehudit und Noʿam ein Wahlbündnis,[10] das bei der 2021 sechs Sitze gewann.[11] 2022 traten die drei Parteien erneut zusammen an, wobei der RZ sieben Sitze, ʿOtzma Jehudit sechs und Noam einen Sitz gewann.[12]
Seit Mai 2023 gab es Gespräche zwischen Hagit Moshe und Smotrich über eine gemeinsame Kandidatur.[13] Das Zentralkomitee der Jüdischen Heimat stimmte am 20. August 2023 für die Auflösung der Partei.[14]
Positionen
Wie viele Anhänger des religiösen Zionismus betrachtet die Partei die Gründung des modernen jüdischen Staates Israel nach 2000 Jahren Diaspora als Teil eines göttlichen Plans und als ersten Schritt hin zu einer „messianischen Erlösung“.[15] Die Partei fordert unter anderem die Bewahrung und weitere Stärkung der „jüdisch-religiösen Identität Israels“ und den Ausbau der israelischen Siedlungen.[16] Sie spricht sich kategorisch gegen die Gründung eines palästinensischen Staates aus.[17] Sie tritt für „traditionelle Familienwerte“ ein und lehnt das Recht auf Abtreibung,[18] die gleichgeschlechtliche Ehe und die Einführung der Zivilehe in Israel ab. Außerdem befürwortet sie die Ausweitung des Religionsunterrichts auch an staatlichen Schulen sowie die verstärkte Finanzierung religiöser Erziehung und des Studiums der Torah; sie ist strikt gegen eine Trennung von Staat und Religion.[19]
Wahlen
Moshe, die ehemalige Vorsitzende von Das Jüdische Heim, führte die Jerusalemer Liste der Partei vor den israelischen Kommunalwahlen 2024 an.[20] Die Wahl sollte ursprünglich am 30. Oktober 2023 stattfinden, wurde jedoch am 23. Oktober von der Knesset auf den 30. Januar 2024 verschoben, als Folge des Israel-Hamas-Krieges 2023.[21] Am 31. Dezember wurde die Wahl erneut auf den 27. Februar verschoben. Die Partei gewann bei der Wahl zwei Sitze.[22][23]