Magnesiumchromat

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Magnesiumchromat ist ein Salz aus Magnesium und der Chromsäure. Es sind das Pentahydrat, Heptahydrat und das Undecahydrat bekannt.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Magnesiumchromat
Allgemeines
Name Magnesiumchromat
Andere Namen

Magnesium(II)-Chrom(VI)-oxid

Summenformel Mg[CrO4]
Kurzbeschreibung
  • gelber Feststoff (Pentahydrat)[1]
  • orange-gelber Feststoff (Heptahydrat)[1]
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 13423-61-5 (Anhydrat)
  • 38885-69-7 (Monohydrat)[1]
  • 38885-68-6 (Dihydrat)
  • 16569-85-0 (Pentahydrat)
  • 13446-54-3 (Heptahydrat)
EG-Nummer 236-540-0
ECHA-InfoCard 100.033.204
PubChem 61599
ChemSpider 55507
Wikidata Q15634245
Eigenschaften
Molare Masse
  • 140,299 g·mol−1 (Reinsubstanz)
  • 230,375 g·mol−1 (Pentahydrat)
  • 266,406 g·mol−1 (Heptahydrat)
  • 338,466 g·mol−1 (Undecahydrat)
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,18 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

1200–1250 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

leicht in Wasser (600 g·l−1 bei 18 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[5]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350i317410
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Das Magnesiumchromat-Heptahydrat kann aus einer Lösung aus Mg(OH)2 und Chromsäure hergestellt werden.[6]

Das Heptahydrat kann bei 335 °C zum Anhydrat zersetzt werden.[6]

Das Anhydrat kann durch Reaktion von Chrom(III)-oxid mit Magnesiumoxid und Sauerstoff bei hohem Druck gewonnen werden.[1]

Eigenschaften

Die Zersetzung von Magnesiumchromat-Heptahydrat läuft in vier Stufen ab.[6]

1. Stufe im Bereich 33–58 °C

2. Stufe im Bereich 127–150 °C

3. Stufe im Bereich 196–215 °C

4. Stufe bei 335 °C

Das wasserfreie Magnesiumchromat zersetzt sich bei über 600 °C.[6] Magnesiumchromat kommt in zwei Modifikationen vor der α- und der β-Modifikation.[7] Die α-Modifikation kristallisiert orthorhombisch in der Cr[VO4]-Struktur (Gitterparameter: a = 549,7, b = 836,8, c = 614,7 pm) und die β-Modifikation in der Co[MoO4]-Struktur (Gitterparameter: a = 995, b = 916, c = 675,9 pm und β = 103,68°).[7] Ein gelbes Magnesiumchromat-Undecahydrat (Mg[CrO4]∙11H2O) ist ebenfalls bekannt und kristallisiert isotyp zu Meridianiit (Mg[SO4]∙11H2O), triklin in der Raumgruppe P1 (Raumgruppen-Nr. 2)Vorlage:Raumgruppe/2 mit den Gitterkonstanten a = 677,21(18), b = 691,7(2), c = 1741,0(5) pm, α = 88,21(2)°, β = 89,43(2)° und γ = 62,768(18)° mit zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle.[8][9]

Verwendung

Magnesiumchromat entsteht beim Chromatieren von Magnesiumlegierungen und dient dort als Korrosionsschutz.[10]

Sicherheit

Magnesiumchromat ist als krebserzeugend eingestuft.[5]

Einzelnachweise

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