Magnesiumchromat
chemische Verbindung
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Magnesiumchromat ist ein Salz aus Magnesium und der Chromsäure. Es sind das Pentahydrat, Heptahydrat und das Undecahydrat bekannt.
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Magnesiumchromat | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
Magnesium(II)-Chrom(VI)-oxid | ||||||||||||||||||
| Summenformel | Mg[CrO4] | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung | |||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse |
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| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
4,18 g·cm−3[2] | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
1200–1250 °C (Zersetzung)[1] | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
leicht in Wasser (600 g·l−1 bei 18 °C)[3] | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Gewinnung und Darstellung
Das Magnesiumchromat-Heptahydrat kann aus einer Lösung aus Mg(OH)2 und Chromsäure hergestellt werden.[6]
Das Heptahydrat kann bei 335 °C zum Anhydrat zersetzt werden.[6]
Das Anhydrat kann durch Reaktion von Chrom(III)-oxid mit Magnesiumoxid und Sauerstoff bei hohem Druck gewonnen werden.[1]
Eigenschaften
Die Zersetzung von Magnesiumchromat-Heptahydrat läuft in vier Stufen ab.[6]
1. Stufe im Bereich 33–58 °C
2. Stufe im Bereich 127–150 °C
3. Stufe im Bereich 196–215 °C
4. Stufe bei 335 °C
Das wasserfreie Magnesiumchromat zersetzt sich bei über 600 °C.[6] Magnesiumchromat kommt in zwei Modifikationen vor der α- und der β-Modifikation.[7] Die α-Modifikation kristallisiert orthorhombisch in der Cr[VO4]-Struktur (Gitterparameter: a = 549,7, b = 836,8, c = 614,7 pm) und die β-Modifikation in der Co[MoO4]-Struktur (Gitterparameter: a = 995, b = 916, c = 675,9 pm und β = 103,68°).[7] Ein gelbes Magnesiumchromat-Undecahydrat (Mg[CrO4]∙11H2O) ist ebenfalls bekannt und kristallisiert isotyp zu Meridianiit (Mg[SO4]∙11H2O), triklin in der Raumgruppe P1 (Raumgruppen-Nr. 2) mit den Gitterkonstanten a = 677,21(18), b = 691,7(2), c = 1741,0(5) pm, α = 88,21(2)°, β = 89,43(2)° und γ = 62,768(18)° mit zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle.[8][9]
Verwendung
Magnesiumchromat entsteht beim Chromatieren von Magnesiumlegierungen und dient dort als Korrosionsschutz.[10]
Sicherheit
Magnesiumchromat ist als krebserzeugend eingestuft.[5]