Magnesiumorotat

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Magnesiumorotat ist eine chemische Verbindung. Es handelt sich um das Magnesiumsalz der Orotsäure.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Magnesiumorotat
Allgemeines
Name Magnesiumorotat
Andere Namen
  • Magnesiumorotat-Dihydrat
  • Magnesiumbis(2,6-dioxo-1,2,3,6-tetrahydro-4-pyrimidincarboxylat)
Summenformel C10H6MgN4O8
Kurzbeschreibung

farbloses und geruchloses Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 252-167-6
ECHA-InfoCard 100.047.410
PubChem 3036905
ChemSpider 2300801
DrugBank DB13786
Wikidata Q9053193
Arzneistoffangaben
ATC-Code

A12CC09

Eigenschaften
Molare Masse 334,48 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

360 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser, unlöslich in Ethanol und Methanol[1]

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[2]
Toxikologische Daten

7400 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[2]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Herstellung

Die Umsetzung von einer heißen Lösung von Orotsäure (ein Pyrimidin-Derivat) in Wasser mit einer gut säurelöslichen basischen Magnesiumverbindung wie Magnesiumcarbonat oder Magnesiumhydroxid ergibt das Magnesiumorotat.[1]

Eigenschaften

Magnesiumorotat ist ungiftig, aber nicht gut in Wasser löslich und ist daher auch nicht zum Binden von überschüssiger Magensäure geeignet. Es kann aber zur Behandlung eines Magnesium-Defizits verwendet werden, der Orotsäureanteil wirkt sich dabei günstig auf Herz und Kreislauf aus.[3]

Verwendung

Magnesiumorotat ist rezeptfrei im Handel erhältlich, meist als Kapseln oder Tabletten. Magnesiumorotat liegt dabei in der Regel als Magnesiumorotat-Dihydrat[4] vor.

Angewendet wird Magnesiumorotat vor allem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, beispielsweise bei Arterienverkalkung oder Bluthochdruck.

In Nahrungsergänzungsmitteln ist Magnesiumorotat nicht zugelassen, da es nicht in der EU-Richtlinie 2002/46/EG genannt ist.[5]

Einzelnachweise

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