Mahamat Nouri

tschadischer Politiker und Rebellenführer From Wikipedia, the free encyclopedia

General Mahamat Nouri (* 1947[1] in Faya-Largeau[2]) ist ein Rebellenführer im Tschad und Kommandeur der Union des forces pour la démocratie et le développement (UFDD).

Nouri, der den Tubu vom Clan der Anakaza angehört, war lange Zeit ein enger Verbündeter von Hissène Habré und nach 1990 von Präsident Idriss Déby. Er war von 2001 bis 2003 Verteidigungsminister im Tschad und von 2004 bis 2006 Botschafter in Saudi-Arabien.[3]

2006 wandte sich Mouri von Déby ab und ging in den Sudan, um dort an der Seite der Rebellen gegen den Präsidenten zu kämpfen. Er war Gründer und Anführer der UFDD, eines Zusammenschlusses mehrerer Rebellengruppen. 2008 wurde Nouri in Abwesenheit zum Tode verurteilt. 2010 musste er den Sudan verlassen, ging zunächst für ein Jahr nach Katar. Seit 2012 lebt er in Frankreich im Exil.[3]

2019 wurde gegen Nouri in Frankreich ein Ermittlungsverfahren wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingeleitet. Ihm wurde unter anderem die Rekrutierung von Kindersoldaten vorgeworfen. Nouri widersprach den Vorwürfen und behauptete, unter seinen Kämpfern seien keine Minderjährigen gewesen.[3] 2020 wurde der zuvor verhaftete Mouri nach neun Monaten auf der Haft entlassen; 2024 wurde das Verfahren gegen ihn geschlossen, da keine für eine Strafverfolgung ausreichenden Beweise gefunden werden konnten.[4]

Einzelnachweise

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