Mahassine Siad

marokkanische Beachvolleyballspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Mahassine Siad (* 2. Januar 1988 in Casablanca) ist eine marokkanische Beachvolleyball- und ehemalige Volleyballspielerin. Sie ist amtierende Afrikameisterin im Sand und gewann diesen Titel im Juni 2025 sowie zehn Jahre zuvor bei der ersten Austragung dieses Events.

Schnelle Fakten Porträt, Hallenvolleyball ...
Mahassine Siad
Porträt
Geburtstag 2. Januar 1988
Geburtsort Casablanca, Marokko
Größe 1,78 m
Hallenvolleyball
Position Außenangriff
Vereine
2022–2023 Royal Army Club
Nationalmannschaft
2015–2023 A-Nationalmannschaft
Erfolge
2019 Dritte Afrikaspiele
2021 Dritte Afrikameisterschaft
Beachvolleyball
Partnerin 2015 Ikram Ettayfi
2017–2019, 2022 Imane Zeroual
2019–2021 Alexandra Erhart
2022–2023, 2025 Imane Yakki
2024 Nora Darrhar
2024 Oumaima El Mahi
2025 Dina Mellal
Weltrangliste Position 133[1]
Erfolge
2015 – Afrikameisterin
2015 – WM-Teilnehmerin
2017 – Afrikavizemeisterin
2017 – WM-Teilnehmerin
2021 – Dritte CAVB Continental Cup Final
2022 – WM-Teilnehmerin
2022 – Afrikavizemeisterin
2023 – WM-Teilnehmerin
2025 – Afrikameisterin
2025 – Vierte FIVB Futures Bujumbura
2025 – Arabische Meisterin
Stand: 8. Oktober 2025
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Karriere

Leichtathletik

Zunächst war die in der bevölkerungsreichsten Stadt ihres Heimatlandes geborene Sportlerin in der Leichtathletik aktiv. Als Kugelstoßerin nahm sie 2005 an den Jugendweltmeisterschaften in Marrakesch teil und verpasste als Siebte ihrer Qualifikationsgruppe nur um fünf Zentimeter die sichere Finalteilnahme. Die erzielte Weite von 12,11 m[2] übertraf sie auch im Erwachsenenalter nicht mehr. Ein einziges Mal gelang ihr ein weiterer Stoß über zwölf Meter. Trotzdem konnte sie sich 2009 mit 11,81 m die marokkanische Vizemeisterschaft sichern.[3]

Volleyball

Mit der Nationalmannschaft nahm Siad 2015 zum ersten Mal an der Afrikameisterschaft teil, bei der Marokko den fünften Platz belegte. Vier Jahre später wurde das Team aus dem westlichsten Maghrebstaat Sechster, konnte sich jedoch bei den African Games im gleichen Jahr auf den Bronzerang verbessern. 2021 gelang diese Platzierung auch bei den kontinentalen Titelkämpfen, während es zwei Spielzeiten später nur noch zum siebten Rang langte.[4] In der Saison davor stand die Außenangreiferin für den Royal Army Club auf dem Spielfeld.[5]

Beachvolleyball

Am Ende der ersten Afrikameisterschaft im Beachvolleyball standen die Marokkanerinnen Mahassine Siad und Ikram Ettayfi im Februar 2015 nach dem Sieg über ein nigerianisches Beachpaar ganz oben auf dem Podest und qualifizierten sich so für die Weltmeisterschaft in den Niederlanden. Dort gewann das Duo keinen Satz und schied als Gruppenletzter nach der Vorrunde aus. 2017 spielte Siad mit Imane Zeroual auf der FIVB World Tour das niedrig bewertete Turnier (ein Stern) in Agadir und wurde Neunte. Als Zweite der Beachvolleyball-Afrikameisterschaft qualifizierten sich die beiden Marokkanerinnen für die Weltmeisterschaft 2017 in Wien.[6] Dort verloren sie in der Vorrunde gegen die drei deutschen Duos Ludwig/Walkenhorst, Borger/Kozuch und Glenzke/Großner und schieden ohne Satzgewinn als Gruppenletzte aus. 2021 erreichte Siad mit Alexandra Erhart auf nationalen Turnieren jedes Mal das Endspiel. Beim Finale des Confédération Africaine de Volleyball (CAVB)-Continental-Cups wurden die beiden zum Ende ihrer Zusammenarbeit Dritte. Im folgenden Jahr wurden Zeroual und Siad noch einmal gemeinsam aktiv. Bei der WM 2022 waren Resultate und Platzierung jedoch auch nicht besser als beim Turnier in 2017.

Danach entschied sich Mahassine für Imane Yakki als neue Partnerin. Das Duo nutzte das Challenge in Agadir als Vorbereitung auf die in der folgenden Woche stattfindende Afrikameisterschaft, kam jedoch beim Fédération Internationale de Volleyball (FIVB)-Event nicht über den letzten Gruppenplatz hinaus. Deutlich besser lief es bei der kontinentalen Meisterschaft. Zwei marokkanische Teams erreichten nach Siegen über Duos aus Mosambik und Nigeria das Endspiel, in dem Imane Zeroual und Nora Darrhar sich als die Stärkeren erwiesen. Nach der Niederlage gegen ihre Expartnerin konnte Mahassine Siad trotzdem mit ihrer dritten Finalteilnahme bei den African Championships zufrieden sein.[7] Die afrikanischen Vizemeisterinnen erkämpften bei den folgenden nationalen Veranstaltungen siebenmal die Finalteilnahme und standen dabei einmal auf dem Treppchen ganz oben. Bei den Mediterranean Beach Games belegten sie den geteilten neunten Platz.[8][9] Bei den einen Monat später stattfindenden Welttitelkämpfen gelang auch mit der neuen Partnerin kein Satzgewinn.

Achtungserfolge erzielte die in Casablanca geborene Athletin bei Futures mit dem neunten Rang in Qingshan (Wuhan) 2024 an der Seite von Darrhar sowie eine Saison später mit dem Einzug in die Vorschlussrunde in Bujumbura gemeinsam mit Dina Mellal. Mit letzterer hatte sie zwei Monate vor dem Wettbewerb in der ehemaligen Hauptstadt Burundis nach dem Finalsieg über Vanessa Muianga und Mercia Mucheza aus Mosambik zum zweiten Mal den afrikanischen Meistertitel errungen. So qualifizierten sich die Marokkanerinnen für die Weltmeisterschaft im November. Mit ihrer ehemaligen Partnerin Yakki gewann Mahassine im August darüber hinaus die arabische Beachvolleyballmeisterschaft.

Einzelnachweise

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