Mahnaz Mohammadi
iranische Filmemacherin
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Leben
Im Juni 2011 wurde Mohammadi aus ihrer Wohnung in Teheran festgenommen.[3] Im Juni 2014 wurde sie in das Evin-Gefängnis gebracht, um eine Haftstrafe anzutreten.[4] Ihr wurden dabei Vorwürfe wie „Versammlung und Absprache gegen die nationale Sicherheit“ sowie „Propaganda gegen den Staat“ zugeschrieben.[2] Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich nach früheren Haftzeiten deutlich und während der Haft wurde um eine ausreichende medizinische Versorgung gefürchtet.[4] Ihr Pass blieb über Jahre einbehalten und sie unterlag auch nach der Haft weiteren Einschränkungen.[1] Sie lebt in Teheran.[1]
Wirken
Zu Mohammadis frühen Arbeiten zählt der kurze Dokumentarfilm Frauen ohne Schatten.[3] Im Umfeld der iranischen Präsidentschaftswahl 2009 wirkte sie an Rakhshan Banietemads Dokumentarfilm Wir sind die Hälfte der iranischen Bevölkerung mit.[5] Von ihr stammt der Dokumentarfilm Travelogue (2006).[1] Sie trat als Schauspielerin in Reza Serkanians Film Vergängliche Ehe (2011) in Erscheinung.[1] Mit Sohn-Mutter (2019) legte sie ihren ersten Langspielfilm vor.[6] Im Jahr 2026 wurde ihr Film Roya in der Panorama-Sektion der Berlinale präsentiert.[7] Die Titelfigur ist eine Lehrerin, die im Evin-Gefängnis vor die Wahl zwischen einem erzwungenen Fernsehgeständnis und weiterer Isolationshaft gestellt wird.[8] Ihre Zelle ist nur drei Quadratmeter groß, und Vergangenheit und Gegenwart geraten aus der zeitlichen Ordnung.[9] Roya wurde ohne Genehmigung und heimlich im Untergrund gedreht.[6][10] Der Film setzt ästhetisch auf starke Wirklichkeitsnähe und die möglichst authentische Nachempfindung von Verhör-, Haft- und Hausarrestsituationen.[10] Mohammadi gab an, dass die fragmentierte Struktur des Films Unbewusstes nachahmen soll, auch indem Bild und Ton nicht immer zusammenpassen.[7]
Weblinks
- Mahnaz Mohammadi bei IMDb
