Maike Luhmann

deutsche Psychologin und Hochschullehrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Maike Luhmann (* 1981 in Hannover) ist eine deutsche Psychologin und Hochschullehrerin, die als Professorin für Psychologische Methodenlehre an der Ruhr-Universität Bochum tätig ist und vor allem zur Einsamkeit forscht.[1]

Leben und Wirken

Luhmann studierte Psychologie in Landau und Brüssel und wurde 2010 an der Freien Universität Berlin promoviert.[2] Danach forschte sie an der University of Chicago und der University of Illinois at Chicago, war von 2014 bis 2016 Juniorprofessorin an der Universität zu Köln und wechselte 2016 auf die Professur für Psychologische Methodenlehre an der Ruhr-Universität Bochum.[2] Im März 2024 nahm sie auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an einem Hintergrundgespräch zum Thema Einsamkeit in Schloss Bellevue teil.[3]

Luhmann versteht Einsamkeit als subjektiv erlebte Diskrepanz zwischen gewünschten und tatsächlichen sozialen Beziehungen und grenzt sie von Alleinsein und sozialer Isolation ab.[4][5][1] Hervorgetreten ist sie insbesondere mit Studien zu den gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen von Einsamkeit sowie zur besonderen Betroffenheit junger Menschen seit der COVID-19-Pandemie.[4][6] Im Jahr 2024 erhielt sie für das Projekt Loneliness Across Time and Space (LOTIS) einen ERC Consolidator Grant in Höhe von rund zwei Millionen Euro, mit dem sie den Zusammenhang von Orten, Mobilität und momentaner Einsamkeit untersucht.[2] Zum 1. Februar 2025 startete unter ihrer Koordination das von der Europäischen Kommission mit drei Millionen Euro geförderte Projekt LONELY-EU, das Daten zu Einsamkeit in Europa bündeln und politische Handlungsempfehlungen erarbeiten soll.[7]

Einzelnachweise

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