Makedonia (Zeitung)
griechische Tageszeitung
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Makedonia (griechisch Μακεδονία ‚Makedonien‘) ist eine in Thessaloniki erscheinende griechische Tageszeitung. Der Journalist und Geschäftsmann Ioannis Vellidis gründete die Zeitung im Jahre 1911. Sie ist die älteste griechischsprachige politische Zeitung Nordgriechenlands[2] und galt damals als eine Zeitung mit einer zuverlässigen und zeitnahen Berichterstattung.
| Μακεδονία | |
|---|---|
| Beschreibung | Qualitäts-Morgenzeitung |
| Verlag | Makedoniki Ekdotiki Ektipotiki A.E. |
| Erstausgabe | 1911 |
| Erscheinungsweise | täglich |
| Reichweite | 0,017[1] Mio. Leser |
| Chefredakteur | Dimitrios Gousidis |
| Herausgeber | Makedoniki Ekdotiki Ektipotiki A.E. |
| Weblink | www.makthes.gr |
Am 28. Oktober 1912, als Thessaloniki von griechischen Truppen die Stadt befreit und die Herrschaft des Osmanischen Reichs beendet wurde, erschien die Zeitung zusammen mit den beiden Zeitungen „Nea Alithia“ und „Empros“ mit demselben Titel „Es lebe die Freiheit“.[3]
1936 übernahm Ioannis Vellidis, der Sohn des Gründers, die Leitung der Zeitung, nachdem sein Vater verstorben war.[4] Während der deutschen Besatzung wurde die Zeitung Makedonia eingestellt. Bei ihrem Wiedererscheinen im März 1945 vertrat sie einen breiteren antikommunistischen Charakter.[5]
1978 kam es zu einem neuen Wechsel in der Leitung durch Vellidis‘ Tod. Es übernahm erst seine Frau Anna, dann ab 1980 die gemeinsame Tochter Katerina Vellidi. 1996 schloss die Zeitung wegen Schulden und wurde unter neuer Leitung 1998 wieder gedruckt[2].
Die Zeitung Makedonia wurde 2017 aus finanziellen Gründen abermals eingestellt. Jedoch sicherten sich 24 Mitarbeiter des Medienkonzerns „Makedonia“ das Recht, den Titel der Zeitung zu nutzen, im Gegenzug für einen Teil der ihnen vom Unternehmen geschuldeten Löhne. Anschließend gründeten sie eine Sozialgenossenschaft (Κοινωνική Συνεταιριστική Επιχείρηση), diese stellte die Zusammenarbeit von Unternehmern aus Nordgriechenland mit dem Ziel sicher, die Zeitung erneut herauszugeben. Der gewählte Verwaltungsrat beschloss, die Zeitung ab September 2018 wieder in Umlauf zu bringen.[6] Dies geschah am 9. September.[7]
Der 2022 verstorbenen Enkelin des Gründers und ehemaligen Besitzerin der Zeitung, Katerina Vellidi, wurde vorgeworfen, dass ihr ausschweifender Lebensstil 1996 zur Zahlungsunfähigkeit der Zeitung geführt habe. Sie selbst bestritt dies als Grund für den Untergang der Makedonia.[8]