Malaoxon

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Malaoxon ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiophosphorsäureester. Es ist ein Abbauprodukt des Dithiophosphorsäureesters Malathion.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Malaoxon
Allgemeines
Name Malaoxon
Andere Namen
  • Diethyl-2-[(dimethoxyphosphoryl)thio]succinat
  • Liromat
  • Malathion-oxon
Summenformel C10H19O7PS
Kurzbeschreibung

hellgelbe Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1634-78-2
EG-Nummer (Listennummer) 634-923-0
ECHA-InfoCard 100.162.859
PubChem 15415
ChemSpider 14674
Wikidata Q3270235
Eigenschaften
Molare Masse 314,29 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,231 g·cm−3(bei 20 °C)[1]

Schmelzpunkt

<20 °C[1]

Siedepunkt

114 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301310351411
P: 202264273280301+310302+352+310[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Entstehung

Malaoxon entsteht durch oxidative Desulfurierung von Malathion. Dies kann durch mischfunktionelle Oxygenasen (beispielsweise Cytochrom P450[2]) in Säugetieren und Insekten, Peroxidasen in Pflanzen, oder photooxidativ durch Sonnenlicht geschehen.[3][4]

Toxikologie

Wie bei allen Phosphorsäureestern beruht die Wirkung Malaoxon auf der irreversiblen Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase.[5] Dies bewirkt, dass die Reizweiterleitung des zentralen Nervensystems beeinträchtigt wird, was zu Lähmung, Atemstillstand und zuletzt zum Tod führen kann.

Die Wirkung von Malathion und Malaoxon ist sehr stark vom Organismus abhängig. Diese Selektivität beruht auf der unterschiedlichen Enzymausstattung von Säugetieren und Insekten. Während in ersteren Malathion nur sehr langsam in das toxischere Malaoxon umgewandelt wird, geschieht dies in Insekten wesentlich schneller. Die Entgiftung des Malaoxons kann in Säugetieren wiederum sehr schnell, in Insekten jedoch nur sehr langsam erfolgen. Dies reicht für eine insektizide Wirkung aus, während Malathion für Säugetiere vergleichsweise weniger toxisch ist.[6]

Einzelnachweise

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