Maletswai (Südafrika)
Kleinstadt in Südafrika
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Maletswai, bis 2015 Aliwal North (afrikaans: Aliwal-Noord), ist eine Stadt in der südafrikanischen Provinz Ostkap. Sie liegt an der Grenze zur Provinz Freistaat. Der Fluss Oranje bildet hier die Grenze zwischen beiden Provinzen. 2011 hatte die Stadt 35.153 Einwohner.[1]
| Maletswai | ||
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| Koordinaten | 30° 42′ S, 26° 42′ O | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Südafrika | |
| Provinz | Ostkap | |
| Distrikt | Joe Gqabi | |
| ISO 3166-2 | ZA-EC | |
| Gemeinde | Walter Sisulu | |
| Höhe | 1328 m | |
| Einwohner | 35.153 (2011) | |
| Gründung | 1849 | |
Sandstein-Gebäude der Alten Post an der Hauptstraße | ||
Die Stadt wurde am 12. Mai 1849 gegründet und nach der Schlacht von Aliwal benannt, in der Harry Smith im Ersten Sikh-Krieg die Sikhs schlug. Die Umbenennung erfolgte 2015.[2]
Wirtschaft und Bevölkerungssituation
Maletswai lebt hauptsächlich von Landwirtschaft, Rinderviehzucht sowie vom Tourismus. In der Stadt und im Umland werden Wolle, Mais und Weizen angebaut.
In der Umgebung der Stadt gewinnt man Sandstein in Brüchen. Hauptsächlich handelt es sich um einen hellgrauen und feinkörnigen Sandstein der Beaufort-Gruppe (Tarkastad-Untergruppe). Er ist ein gefragtes Baumaterial für die Region und darüber hinaus. In der Stadt prägte das Gestein die Architektur alter Bürgerhäuser und der römisch-katholischen Kathedrale.
Der Tourismus erlebte in den Jahren nach der Aufhebung der Apartheid einen Niedergang. Viele Hotels stehen leer. Die Besuche der populären heißen Mineralquellen stagnieren auf niedrigem Niveau. Die Einführung von Mindestlöhnen in Südafrika führte auch in Maletswai zu einer massenhaften Entlassung von Landarbeitern und deren Abwanderung in städtische Gebiete.
Die kommunale Organisation von Maletswai ist eine Folge der Apartheid. Der bevölkerungsstärkste Teil, die von Schwarzen bewohnte Township Dukathole von Aliwal North, wurde zu einem Stadtteil. Hier lebte und lebt ein Vielfaches der Bevölkerung von Maletswai. Weiterhin sind die Stadtteile Hilton und Joe Gqabi zu erwähnen.
Maletswai ist Sitz des römisch-katholischen Bistums Aliwal.
Verkehr

Maletswai liegt an der Bahnstrecke (Burgersdorp –) Dreunberg – Aliwal North – Zastron – Sannaspos (– Bloemfontein). Von hier zweigte auch die 2001 stillgelegte Nebenbahn nach Barkly East ab. Auch zwischen Dreunberg und Sannaspos findet gegenwärtig kein Zugverkehr statt, so dass Maletswai derzeit nicht von Zügen angefahren wird. Es gibt einen kleinen Flughafen für nationale Flüge. Die Stadt liegt an der Nationalstraße N6, die ebenfalls KuGompo City mit Bloemfontein verbindet. Sie wird von der R58 gekreuzt.
Galerie Dukathole
- Verkaufsladen in Dukathole
- Hausbau in Dukathole im Rahmen eines von den Schwestern vom Heiligen Kreuz initiierten Projektes; Gruppen von jeweils zehn Beteiligten erstellen in Selbsthilfe ein Haus.
- Straßenszene in Dukathole
- Eine größere Wellblechhütte in Dukathole. Im Vordergrund ist ein Fitnessgerät zu sehen.
- Ältere Reihenhäuser in Dukathole
- Friedhof am Rande von Dukathole
Sehenswürdigkeiten
- Aliwal North Museum
- Buffelspruit Nature Reserve
- Garden of Remembrance
Söhne und Töchter der Stadt
- Bennie Osler (1901–1962), Springbok Rugbyspieler
- Anriette Schoeman (* 1977), Radrennfahrerin
- François Steyn (* 1987), Springbok Rugbyspieler
Literatur
- W. R. Oosterhuis: Stone in Southern Africa. Paris 1999, ISBN 88-8138-044-7.
Weblinks
- Anonymus: Where is Aliwal North?. auf www.aliwalnorth.net englisch

