Malika Sobirowa

tadschikische Balletttänzerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Malika Abdurahmonowna Sobirowa (tadschikisch Малика Абдураҳмоновна Собирова; * 22. Mai 1942 in Duschanbe; † 27. Februar 1982 ebenda) war eine sowjetische und tadschikische Balletttänzerin und Tanzpädagogin.[1] 1969 gewann sie die Goldmedaille beim internationalen Ballettanzwettbewerb in Varna.[2][3]

Malika Sobirowa auf einer tadschikischen Briefmarke (2020)

Biographie

Malika Sobirowa kam 1942 in Duschanbe zur Welt, das damals Stalinabad hieß und Hauptstadt der Tadschikische SSR war. Ihr Vater Ibragim Sobirow war Musiker, ihre Mutter Madina Sobirowa Krankenschwester. Als Jugendliche ließ sie sich nicht in eine arrangierte Ehe drängen, wie es damals üblich war. Stattdessen widmete sie sich ihrem Tanztalent.[4] Sie absolvierte ihre Tanzausbildung an der Leningrader Waganowa-Ballettakademie, wo sie 1961 ihren Abschluss machte.[1][5][6]

Sie kehrte nach Dushanbe zurück, wo sie ihr erstes Engagement am Onegin Theatre erhielt.[7] Sie wurde bald Volkskünstlerin der UdSSR und trat regelmäßig im Tschaikowsky-Saal auf.[8] Sie beherrschte alle klassischen Formen des Balletts und gewann mehrere internationale Preise. Als Solo-Balletttänzerin umfasste ihr Repertoire alle klassischen Formen und sie trat in Balletten wie „Leili i Medzhnun“ auf. Sie war in der ganzen Sowjetunion eine gefragte und beliebte Balletttänzerin.[3][9] Sie galt über ihre aktive Zeit hinaus als die beliebteste Tänzerin des 1940 gegründeten Opern- und Balletttheaters.[10] Umgekehrt freute sie sich, wenn sie erkannt und angesprochen wurde.[11]

1982 erlag Malika Sobirowa im Alter von 39 Jahren in Duschanbe einer Lungenkrebserkrankung.

Auszeichnungen

Malika Sobirowa wurde vielfach ausgezeichnet. So erhielt sie den ersten Preis beim Internationalen Tschaikowski-Ballettwettbewerb in Moskau.[12] 1969 gewann sie eine Goldmedaille beim internationalen Ballettwettbewerb im bulgarischen Warna.[9] Von staatlicher Seite wurde sie mit dem Ehrenabzeichen des Zentralkomitees des Tadschikischen Komsomol ausgezeichnet.[13] Sie war Volkskünstlerin Tadschikistans, 1974 auch der UdSSR. Darüber hinaus war sie Trägerin des Ehrenzeichens der Sowjetunion und des Ordens des Roten Banners der Arbeit.

Der internationale Ballettwettbewerb, der bald nach ihrem Tod erstmals in Duschanbe stattfand, wurde nach ihr benannt, Staatspräsident Michail Gorbatschow sandte zu diesem Anlass eine Grußbotschaft.[14]

Commons: Malika Sobirova – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Сергей Воронин (Hrsg.): МАЛИКА САБИРОВА. I МЕЖДУНАРОДНЫЙ КОНКУРС АРТИСТОВ БАЛЕТА | Malika Sabirova. I. Internationaler Ballettwettbewerb. 15. März 2020 (englisch, youtube.com).
  • MAX (Hrsg.): キトリのヴァリエーション「ドン・キホーテ」マリカ・サビロワ | Kitris Variation „Don Quijote“ Marika Sabilova. 23. Februar 2021 (englisch, youtube.com).

Einzelnachweise

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