Maltese Falcon

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Die Maltese Falcon[2] ist eine 88 Meter lange Segelyacht, die von einem Team internationaler Spezialisten im Auftrag des US-amerikanischen Unternehmers und Milliardärs Tom Perkins (1932–2016)[3] entwickelt und bei Perini Navi in Italien gebaut wurde. Der Stapellauf fand im Juni 2006 statt.

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Maltese Falcon
Schiffsdaten
Flagge Malta Malta
Schiffstyp Segelyacht
Rufzeichen 9HUQ9
Heimathafen Valletta
Eigner Pleon Limited, Tortola, Britische Jungferninseln
Bauwerft Perini Navi
Kiellegung 28. Februar 1990
Stapellauf 25. März 2006
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 87,35 m (Lüa)
75,09 m (Lpp)
Breite 12,46 m
Tiefgang (max.) 6,40 m
Verdrängung 1240 t
Vermessung 1110 BRZ / 333 NRZ
 
Besatzung 16
Maschinenanlage
Maschine 2 × Deutz-Dieselmotor (TBD 620 V12)
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 3.048 kW (4.144 PS)
Höchst­geschwindigkeit 19,5 kn (36 km/h)
Propeller 2 × Verstellpropeller
Takelung und Rigg
Anzahl Masten 3
Segelfläche 2400 m²
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 147 tdw
Zugelassene Passagierzahl 12[1]
PaxKabinen 6[1]
Sonstiges
Klassifizierungen American Bureau of Shipping
Registrier­nummern IMO-Nr. 9384552
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Neuartige Takelage

Dyna-Rigg
Unter Segeln

Erstmals wurde ein großes Segelschiff mit einem Dyna-Rigg ausgerüstet. Das Konzept zur Takelage hatte der deutsche Ingenieur Wilhelm Prölß in Hamburg bereits um 1960 entwickelt, um Großfrachtschiffe damit auszurüsten. Es wurde damals jedoch zunächst nicht praktisch umgesetzt.

Es handelt sich um ein Rigg mit fest an drehbaren Masten verankerten Segeln, die dem Wind jeweils eine geschlossene Fläche bieten. Das Rigg der Maltese Falcon besteht aus drei solcher frei drehbaren Masten aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff von 58 Metern Höhe; sie tragen jeweils fünf durchgebogene Rahsegel (entsprechend einem Jubiläumsrigg). Damit entsteht ein elektronisch/elektrisch/hydraulisch variabel steuer- und reffbares Rigg, das nur ein Minimum an Personal bei gegebener Segelfläche benötigt.

Geschichte

Tom Perkins, der ursprüngliche Auftraggeber der Yacht, bot sie bereits zwei Jahre nach ihrem Stapellauf zum Verkauf an, fand jedoch über ein Jahr lang keinen Käufer. Noch im April 2009 wurde der Wert der Yacht mit 115 Millionen € beziffert[4], doch erst nach erheblichen Preisabschlägen wurde die damals größte und teuerste private Segelyacht der Welt dann im Juli 2009 verkauft, und zwar angeblich für rund 60 Millionen Pfund (umgerechnet etwa 71 Millionen Euro). Käuferin war die griechisch-britische Hedgefondsmanagerin Elena Ambrosiadou.[5] Die Segelyacht befindet sich seit 2022 im Besitz der italienischen Pharma-Unternehmerfamilie Rovati[6]; sie wird im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft gemeinschaftlich genutzt. Seit Dezember 2025 ist das Schiff unter dem Namen „The Maltese Falcon, a Jumeirah Privé Experience“ in das Portfolio der emiratischen Luxushotelkette Jumeirah integriert.[7]

Der Name des Schiffes orientiert sich an dem Roman Der Malteser Falke von Dashiell Hammett, der später auch als Film bekannt wurde. Den Malteser Falken trägt das Schiff auch als Segelzeichen.

Nutzung

Die Yacht dient als exklusives Charterangebot im Ultra-Luxussegment und richtet sich an sogenannte Ultra-High-Net-Worth-Kunden. Je nach Saison befährt sie unterschiedliche Reviere:

  • Sommermonate: Einsätze im Mittelmeer, unter anderem rund um Mallorca, Ibiza und Capri. Die Versorgung der Chartergäste erfolgt teilweise über die lokalen Jumeirah-Resorts vor Ort.
  • Wintermonate: Routen durch die Gewässer der Karibik.[8]

Das Schiff bietet in sechs luxuriösen Kabinen Platz für maximal zwölf Passagiere. Die Betreuung erfolgt durch eine 18-köpfige Crew. Zur Ausstattung an Bord gehören unter anderem ein Spa-Bereich, ein Weinkeller sowie diverse Wassersportgeräte Ein besonderes Merkmal der Abendunterhaltung ist die Nutzung der computergesteuerten DynaRig-Segelfläche als Freiluft-Kinoleinwand. Der wöchentliche Charterpreis beläuft sich auf rund 490.000 bis 800.000 Euro.[9]

Siehe auch

Einzelnachweise

Literatur

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