Mama Too Tight
Album von Archie Shepp
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Mama Too Tight ist ein Musikalbum von Archie Shepp. Die am 19. August 1966 im Rudy Van Gelder Studio, Englewood Cliffs (New Jersey) entstandenen Aufnahmen erschienen 1967 auf Impulse! Records.
| Mama Too Tight | ||||
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| Studioalbum von Archie Shepp | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
4 | |||
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37:43 | ||||
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Besetzung |
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Studio(s) |
Rudy Van Gelder Studio, Englewood Cliffs, New Jersey | |||
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Hintergrund
Das Oktett, mit dem sich Archie Shepp 1966 umgab, war voller neuer und alter Gesichter im Umfreld von Archie Shepp, notierte Thom Jurek. Die Posaunisten Roswell Rudd und Grachan Moncur III verkörperten dies ebenso wie Bassist Charlie Haden und der Trompeter Tommy Turrentine, während bekannte Figuren wie der Schlagzeuger Beaver Harris und der Tubist Howard Johnson bereits zu Shepps Stammband gehörten. Mama Too Tight enthält vier Stücke, die alle in gewisser Weise als Erweiterungen der dreiteiligen Suite A Portrait of Robert Thomson (As a Young Man) fungierten.[1]
Titelliste
- Archie Shepp: Mama Too Tight ()[2]
- Portrait of Robert Thompson (As a Young Man) (Prelude to a Kiss, The Break Strain – King Cotton, Dem Basses) 18:51
- Mama Too Tight 5:25
- Theme for Ernie 3:20
- Basheer 10:40
Die Kompositionen stammen von Archie Shepp.
Rezeption
Thom Jurek verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, Shepp habe hier kompositorisch seinen Höhepunkt erreicht. Das Stück „Portrait of Robert Thompson (As a Young Man)“ wirke zunächst wie ein Free-Jazz-Kracher, würde dann aber in seinen drei Abschnitten die Geschichte des Jazz, von Gospel und Blues nachzeichnen. Natürlich gebe es viel Atonalität, aber auch viel harmonische und rhythmische Erfindungsgabe. Das fast 19 Minuten lange Stück besitze eine komplexe Architektur, das Titelstück sei ein Post-Bop-Blues-Swinger mit einem umwerfenden Frontline-Riff, das sich beim Aufeinandertreffen der Posaunen ein- und ausschwinge. Und schließlich werde „Basheer“ mit seiner östlichen Anmutung, die sich in Richtung Blues und Folkmusik bewege, zu einem Statement für die musikalischen Übergangsphasen der 1960er-Jahre. Auch hier würden viel freies Blasen, wütende Energieausbrüche und ausgelassene Schreie mit Ellingtonscher Eleganz und Zurückhaltung ausgeglichen, die ausreiche, um den Text durchfließen zu lassen und zu weiterer Improvisation anzuregen. Das sei Shepp in Bestform.[1]