Mamta Sagar
indische Lyrikerin, Dramatikerin, Übersetzerin und Wissenschaftlerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Mamta G. Sagar (Kannada ಮಮತಾ ಸಾಗರ್; * 19. Januar 1966 in Bangalore[1]) ist eine indische Lyrikerin, Dramatikerin, Übersetzerin und Wissenschaftlerin, die vorwiegend in der Sprache Kannada arbeitet.[2] Sie lebt und arbeitet in Bengaluru und ist als Dozentin am Srishti Manipal Institute of Art, Design & Technology tätig.[3]

Leben
Sagar promovierte an der University of Hyderabad mit einer Arbeit über „Gender, Patriarchy and Resistance: Contemporary Women’s Poetry in Kannada and Hindi (1980–2000)“.[2] Vor ihrem Wechsel an das Srishti Manipal Institute lehrte sie u. a. an der University of Hyderabad und an der Bangalore University.[4] Am Srishti Manipal Institute leitet sie das Creative-Writing-Programm (Head of Studies).[5]
Wirken
Sagars Arbeiten thematisieren wiederkehrend Identitätspolitik, Feminismus und sprachlich-kulturelle Vielfalt.[3]
Sie veröffentlichte mehrere Gedichtbände, darunter Kaada Navilina Hejje (1992), Nadiya Neerina Teva (1999), Hiige HaaLeya Maile HaaDu (2007) sowie die zweisprachige Auswahl Hide & Seek (2014).[6] Zu ihren Theaterarbeiten zählen u. a. Chukki Chukki Chandakki (1993), Mayye Bhaara Manave Bhaara (engl. The Swing of Desire) und Aa Ondu Raatri.[2] Die englische Übersetzung The Swing of Desire erschien im Sammelband Staging Resistance: Plays by Women in Translation (Oxford University Press, 2004).[6] 2018 entstanden mit Srishti Films drei Poesie-Kurzfilme zu ihrer Gedichtsammlung unter dem Titel Interversions I–III.[3]
Seit 2013 kuratiert sie das mehrsprachige Community-Format Kaavya Sanje, das u. a. beim Bangalore Literature Festival präsentiert wurde.[7][8]
Sie wirkte am Goethe-Institut-Projekt Poets Translating Poets mit und arbeitete dort u. a. mit Orsolya Kalász, Nicolai Kobus und Ulf Stolterfoht zusammen.[9] Ihr Gedicht For Gauri zu Ehren der 2017 ermordeten Journalistin Gauri Lankesh wurde von Vasu Dixit und Bindhumalini vertont und weitverbreitet aufgeführt.[10][11]
Für ihre Übersetzung von Elif Shafaks Roman The Forty Rules of Love ins Kannada erhielt sie 2017 den Bhasha Bharathi Translation Award.[5] Für ihr literarisches Gesamtwerk wurde sie 2024 in Abuja (Nigeria) mit dem World Literary Prize der World Organization of Writers (WOW) ausgezeichnet.[3][12][13]