Mandarindrossel

Art der Gattung Echte Drosseln (Turdus) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Mandarindrossel, auch Mandarinamsel genannt, (Turdus mandarinus) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).[1][2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Mandarindrossel

Mandarindrossel (Turdus mandarinus)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Drosseln (Turdidae)
Unterfamilie: Turdinae
Gattung: Echte Drosseln (Turdus)
Art: Mandarindrossel
Wissenschaftlicher Name
Turdus mandarinus
Bonaparte, 1850
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Verbreitungsgebiet der Mandarindrossel

Der Vogel brütet in Ostchina, überwintert als Teilzieher in Südchina, auf den Hainan-Inseln, in Hongkong und im Norden Indochinas.

Die Art wurde früher als konspezifisch mit der Tibetamsel (Turdus maximus) betrachtet und als Turdus maximus mandarinus bezeichnet, auch als konspezifisch mit der Indienamsel (Turdus simillimus) angesehen und bis vor kurzem als konspezifisch mit der Amsel (T. merula) und als Turdus merula mandarinus bezeichnet.[3][4]

Der Lebensraum umfasst offene Landschaften, Ränder von Parks, Gärten, Plantagen, auch buschbestandene Grasflächen bis 4000 m. ü. M.[4]

Der Artzusatz kommt von lateinisch mandarinus chinesisch.[5]

Merkmale

Der Vogel misst 28–29 cm. Diese große Drossel ist durchgehend dunkel gefiedert. Das Männchen ist an der Oberseite rußschwarz und bräunlich schwarz an der Unterseite mit einem schmalen orangegelben Augenring. Die Iris ist dunkel, der Schnabel orangefarben bis hell gelb, die Beine sind schwärzlich bis dunkelbraun. Das Weibchen ist etwas bräunlicher, an Kinn und Kehle blasser mit breiten dunkleren Streifen, der Augenring ist weniger deutlich, der Schnabel braun. Jungvögel sind dunkelbraun mit heller gelbbrauner Schuppung und Flecken.

Die Art unterscheidet sich durch blasseres Gefieder des Männchens, dunkleres Gefieder des Weibchens, wesentlich breitere Strichelung der Kehle beim Weibchen, auch sind die Lautäußerungen deutlich verschieden.[6][4]

Geografische Variation

Es werden folgende Unterarten anerkannt:[1][4][7][8]

  • T. m. mandarinus Bonaparte, 1850, Nominatform
  • T. m. sowerbyi Deignan, 1951[9] – Brutgebiet östliches Sichuan bis Guizhou, Teilzieher nach Südchina und Nordindochina, kleiner und an der Unterseite dunkler

Stimme

Der Gesang des Männchens wird von einer Singwarte vorgetragen als melodiöse Folge wiederholter Flötentöne wie „piew-piew“ und „tiew-quoit“, jeweils auf gleicher Tonhöhe ohne den höheren Endlaut wie bei der Amsel (Turdus merula) typisch. Der Ruf ist ein kurzes „sri“ und längeres „s’r’r’r’r“ im Fluge, bei Revierdiskussionen ein hartnäckiges nasales lautes „twink twink twink twink…“, als Warnruf ein sehr hohes langgezogenes, leicht abfallendes „siiiiiiiiii“.[4]

Die Art imitiert gern auch Geräusche wie Mopeds.[10]

Lebensweise

Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Wirbellosen und Insekten, auch Pflanzensamen, Beerenobst und Früchten. Gesucht wird meist auf dem Erdboden, aber auch im Gebüsch und in Bäumen nach Früchten und Beeren.

Die Brutzeit liegt zwischen März und Juli, es kann 2–3 Bruten pro Jahr geben. Das Nest ist eine große Schale aus Gras und Zweigen mit Lehm in mindestens 0,5 m Höhe auf einem Busch oder Baum. Das Gelege besteht aus 2–6 blass grünlich blauen Eiern mit blassen rotbraunen Flecken, gebrütet wird über 10–19 Tage.[4]

Gefährdungssituation

Die Mandarindrossel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[11]

Literatur

  • C. L. J. L. Bonaparte: T[urdus] mandarinus. In: Conspectus generum avium, Band 1, S. 275, 1850, Biodiversity Library
  • J. MacKinnon und K. Phillipps: A Field Guide to the Birds of China, 2000, Oxford University Press. Oxford, ISBN 0-19-854940-7
  • C. Robson: A Field Guide to the Birds of Thailand, 2004, New Holland Press, ISBN 1-84330-921-1. p228
Commons: Mandarindrossel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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