Manfred Bomke

deutscher Fußballtorwart From Wikipedia, the free encyclopedia

Manfred Bomke (* 25. November 1940 in Bremen-Hemelingen; † 12. Februar 2026[1]) war ein deutscher Fußballtorwart, der in 432 Pflichtspielen für den VfB Lübeck im Tor stand und damit Rekord-Torhüter des Vereins ist.

Schnelle Fakten Personalia, Junioren ...
Manfred Bomke
Personalia
Geburtstag 25. November 1940
Geburtsort Hemelingen, Deutschland
Sterbedatum 12. Februar 2026
Position Torwart
Junioren
Jahre Station
1947–1959 SV Hemelingen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1959–1964 SV Hemelingen
1964–1979 VfB Lübeck
1980–1981 1. FC Phönix Lübeck
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
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Karriere

Das Fußballspielen lernte Bomke beim SV Hemelingen. Er spielte von 1947 bis 1964 für seinen Heimatverein.[2] Mit Hemelingen nahm er als Vizemeister der Amateurliga Bremen 1962 an der Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord teil und wurde am 7. Oktober 1961 erstmals in die Bremer Landesauswahl beim Länderpokalspiel gegen Hamburg (3:5 n. V.) berufen.[3] In seiner letzten Saison in Hemelingen, 1963/64, wurde der Torhüter mit dem SV 5. in der Landesliga Bremen und schied erst im Halbfinale des Länderpokals am 28. März 1964 mit der Verbandsauswahl in Kuppenheim mit einer 0:1-Niederlage gegen Gastgeber Südbaden aus. Mittelläufer Wolfgang Bordel (Werder Amateure) hatte in der 61. Minute ein Eigentor verschuldet.[4] Für die Saison 1964/65 lag Bomke ein Angebot von Werder Bremen vor. Für den Bundesligisten hätte Bomke allerdings in der Saison nur als Amateur spielen können, da Bremen nach den damaligen Regularien keinen weiteren Vertragsspieler unter Vertrag nahmen durfte. Deshalb wechselte Bomke zum VfB Lübeck in die Regionalliga Nord, eine von insgesamt fünf zweithöchsten Spielklassen unterhalb der Bundesliga.[5]

Beim VfB Lübeck wurde Bomke direkt Stammtorhüter. Auch in der Auswahl des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) stand er dreimal zwischen den Pfosten. Der VfB-Torhüter lief für den NFV in den Spielen gegen Jütland am 27. September 1966 (4:1), 18. Oktober 1967 (0:1) und am 17. September 1968 in Esbjerg (6:5) auf. Mitspieler waren unter anderem Erich Maas, Lothar Ulsaß, Hans-Georg Dulz, Willi Giesemann, Hans Siemensmeyer, Willi Schulz, Werner Krämer, Franz-Josef Hönig, Joachim Bäse, Horst Berg und Gerhard Elfert.[6] Bomke spielte mit Lübeck bis 1974 zweitklassig. Der größte Erfolg war das Erreichen der Aufstiegsrunde zur Bundesliga in der Saison 1968/69. Nach dem entscheidenden Spiel gegen TuS Celle FC, das Lübeck in Celle 2:1 gewann, wurde Bomke von den Lübecker Fans auf den Schultern vom Feld getragen.[7]

Die Vizemeisterschaft 1968/69 errangen die Grün-Weißen hinter Meister VfL Osnabrück, ein Punkt vor dem FC St. Pauli. Unter Trainer Kurt Krause gehörte Torhüter Bomke mit 30 Ligaeinsätzen zusammen mit Jürgen Brinckmann, Horst Wenzel, Claus Schygulla, Hans-Jürgen Wittfoht, Peter Bilitewski, Siegfried Bronnert, Otto Hartz und Rainer Waberski zu den Stammspielern der Erfolgsrunde. In der Aufstiegsrunde machten sich insgesamt 16 Spiele in achteinhalb Wochen zwischen dem 27. April und dem 25. Juni bemerkbar. Dazu kamen auch noch Verletzungen von Heiner Matthews, Klaus Link und vor allem von Libero Jürgen Brinckmann. Die Kräfteverlust und die Ausfälle wichtiger Spieler hatten zur Folge, dass die VfB-Feierabendprofis in der Aufstiegsrunde mit nur einem Unentschieden deutlich scheiterten.[8][5]

Bomke blieb auch beim VfB Lübeck, als dieser am Ende der Saison 1973/74 direkt in die 4. Liga abstieg, da man sich weder für die neu eingeführte 2. Bundesliga noch für die neue Oberliga Nord (3. Liga) hatte qualifizieren können, und in der Landesliga Schleswig-Holstein spielen musste. Ende der Saison 1975/76 wollte Bomke seine Karriere dann eigentlich beenden, ließ sich aber vom damaligen Trainer Reinhold Ertel davon überzeugen, seine Karriere fortzusetzen. So stand er auch beim Aufstieg in die Oberliga Nord 1977 zwischen den Pfosten. 1979 beendete Bomke seine aktive Karriere beim VfB, übernahm aber kurze Zeit später die Position des Co-Trainers unter Kurt Krause, der Reinhold Ertel als Cheftrainer nachgefolgt war.[7] Nach der Entlassung von Krause im Januar 1980 übernahm Bomke für wenige Tage den Posten des Cheftrainers, wurde aber schon Ende Januar durch Hans-Jürgen Claasen ersetzt.[9] Bomke, der dies als Wortbruch seitens des Vereins empfand, verließ den VfB daraufhin im Streit.[5]

Bomke absolvierte von 1964 bis 1979 insgesamt 432 Pflichtspiele für den VfB Lübeck und ist damit Rekord-Torhüter des Vereins und hat hinter Jürgen Brinckmann die zweitmeisten Pflichtspiele für den VfB absolviert.[7][10]

Bomke wechselte 1980 zum 1. FC Phönix Lübeck, wo er zunächst als Co-Trainer unter seinem früheren Trainer Reinhold Ertel tätig war und in einigen Spielen zudem noch zwischen den Pfosten stand.[7] Nach Ertels Tod 1981 übernahm Bomke für die folgenden sieben Jahre den Posten des Cheftrainers bei Phönix Lübeck. Danach war er für den SV Sereetz und andere Vereine im Lübecker Amateurbereich tätig.[5]

Leben

Bomke wurde 1940 in Bremen-Hemelingen geboren.[11] Er absolvierte nach der Schule eine Ausbildung zum Maurer. In Lübeck war er viele Jahre bei den Lübecker Stadtwerken angestellt.[5] Er lebte in Schlutup.[7]

Literatur

  • Christian Jessen: VfB Lübeck. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2019. ISBN 978-3-7307-0460-8. S. 295/296.
  • Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963 bis 1994. Agon Sportverlag. Kassel 2012. ISBN 978-3-89784-214-4. S. 64.
Commons: Manfred Bomke – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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