Manfred Rößler
deutscher Plastiker, Keramiker und Grafiker
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Manfred Rößler (* 20. September 1935 in Cottbus; † 19. Oktober 2025) war ein deutscher Plastiker, Keramiker und Grafiker.
Leben und Werk
Rößler studierte von 1953 bis 1957 an Außenstelle Potsdam der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin-Oberschöneweide (FSWG). Danach war er dort Assistent. Von 1957 bis 1960 machte er ein externes Studium der Pädagogik an der Karl-Marx-Universität Leipzig und von 1962 bis 1966 ein externes Keramik-Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Wolfgang Henze und Rudolf Kaiser. Von 1961 bis 1969 war er an der Außenstelle Potsdam der FSWG in der Lehre tätig. Ab 1970 arbeitete er in Potsdam, Langerwisch und zuletzt in Wilhelmshorst freischaffend als Baukeramiker, Plastiker und Grafiker. Er schuf als Keramiker vor allem eine bedeutende Zahl von architekturbezogenen Werken und Werken für den öffentlichen Raum. Solche Werke befinden oder befanden sich außer in Deutschland auch in Polen und in den USA. Zudem betätigte Rößler sich als Grafiker. Um 1987 erarbeitete er mit Heinz Fürstenberg und Klaus Simon (* 1948) die künstlerische Konzeption zur Gestaltung des Marktplatzes, des Goetheplatzes und des damaligen Ernst-Thälmann-Platzes von Rhinow.[1]
Er war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und wurde 1986 als Verdienter Aktivist geehrt.
Grafische und plastische Arbeiten Rößlers befinden sich im Potsdam-Museum, eines seiner Werke im Kunstarchiv Beeskow.[2]
Werkbeispiele
Architekturbezogene Werke
- Natur – Tiere – Pflanzen (1964; künstlerische Gestaltung einer Falttür, Dispersionsfarbe, 4,50 × 2,50 m; Potsdam-Waldstadt, damalige Polytechnische Oberschule)[3]
- Schuhgeschichten (1973; Wandgestaltung, Keramikrelief, 2,00 m × 6,50 m; Potsdam, Platz der Einheit, Eingangswand zum damaligen Café im Zentralen Schuhhaus;[4] Gebäude wurde 1966 abgerissen)
- Schuhgeschichten (1976; Wandgestaltung, Keramikrelief, 2,50 × 22 m; Schwedt, Mehrzweckraum des VEB Schuhfabrik Schwedt; nicht mehr existent)[5]
- Reizende Damen (1983, Reliefwand, Keramik; Rheinsberg, damaliges Erholungsheim „Ernst Thälmann“ des FDGB)
- Welle (1988; Relief, Keramik; Potsdam, Fassade der Schwimmhalle Am Stern)[6]
- 12 Medaillons nach historischen Münzen (1993, Reliefs, gelbliche Terrakotta in blauglasierten Schlusssteinen über den Fenstern des der Weberbank, Berlin, Hohenzollerndamm 134)[7]
Werk im öffentlichen Raum
- Brunnen mit Skulptur (1994, Steinzeug-Keramik und Edelstahl; Leuna, Leuna-Werke)
Buchillustrationen
- Carl Steinhoff: Italienische Novellen. Märkischer Verlag Wilhelmshorst. ISBN 3-931 329-02-X
- Peter Huchel. Poesiealbum 277. Märkischer Verlag, 2007
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen
- 1964: Potsdam, Staudenhofgalerie
- 1969: Babelsberg, Kleine Galerie im Keller
- 2018: Potsdam, Museumshaus Im Güldenen Arm
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
- 1957: Berlin, Ausstellungspavillon des Finanzministeriums am Werderschen Markt („Junge Künstler der DDR“)
- 1974: Potsdam, Bezirkskunstausstellung
- 1975: Prag, Internationale Ausstellung
- 1976: Frankfurt/Oder („Kunsthandwerk der Bezirke Frankfurt/Oder, Cottbus und Potsdam“)
- 1977/1978 und 1987/1988: Dresden, VIII. und X. Kunstausstellung der DDR
Literatur
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 783
Weblinks
- Nachruf, Tagesspiegel: Erzählfreude mit Keramik: Der Potsdamer Künstler Manfred Rößler ist tot
- Nachruf, Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte e. V.