Manfred Weinmann

deutscher Kommunalpolitiker, Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn From Wikipedia, the free encyclopedia

Manfred Weinmann (* 17. Juli 1934 in Neckargartach, heute Stadtteil von Heilbronn; † 5. Juni 2013) war ein deutscher Politiker (CDU) und von 1976 bis 1999 Erster Bürgermeister und (ab 1983) Oberbürgermeister von Heilbronn.

Manfred Weinmann

Leben

Weinmann absolvierte nach dem Zweiten Weltkrieg eine Lehre als Technischer Zeichner. 1956 holte er das Abitur nach und studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Tübingen. Das Studium schloss er als Diplom-Volkswirt ab. 1957 trat er in die CDU ein. Von 1964 bis 1976 war er im Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg beschäftigt, unter anderem als Persönlicher Referent des Wirtschaftsministers Eberle, zuletzt als Ministerialrat. Er studierte zudem am College d’Europe in Brügge und studierte auch Kommunalwissenschaften. 1966 wurde er an der Universität Tübingen zum Dr. rer. pol. promoviert und im selben Jahr Mitglied des Heilbronner Gemeinderats, wo er später Vorsitzender der CDU-Fraktion wurde.

Im Jahr 1976 wurde er als Nachfolger von Karl Nägele zum Ersten Bürgermeister und Stellvertreter des Oberbürgermeisters gewählt. In diesem Amt wurde er 1983 von Peter Giebler abgelöst. Am 11. September 1983 wurde er im ersten Wahlgang mit 51,9 % als Nachfolger von Hans Hoffmann zum Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn gewählt und hatte dieses Amt nach seiner Wiederwahl 1991 bis zum Jahr 1999 inne. Ab 1984 war er zudem Aufsichtsratsvorsitzender der ZEAG Zementwerk Lauffen-Elektrizitätswerk Heilbronn AG und der Südwestdeutsache Salzwerke AG in Heilbronn.

Manfred Weinmann war katholisch, verheiratet mit Arlyn Weinmann, geborener Reinhart, und hatte drei Kinder (Marc, Luc und Nico). Sein Sohn Nico Weinmann (* 1972) ist seit 2000 Stadtrat in Heilbronn und seit 2016 FDP-Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg für den Landtagswahlkreis Heilbronn.

Auszeichnungen

Manfred Weinmann erhielt 1989 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie 1999 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Für seine Verdienste um die Jungen Europäischen Föderalisten und die Europa-Union Heilbronn wurde Weinmann 2007 zum Ehrenmitglied des Heilbronner Kreisverbandes der Europa-Union Deutschland ernannt. Am 17. Juli 2009 ernannte die Stadt Heilbronn Weinmann zum Ehrenbürger. Schon Jahre zuvor war er bereits Ehrenbürger der Heilbronner Partnerstädte Béziers und Stockport geworden.[1] Zu seiner Ehrung wurde nach ihm der Manfred-Weinmann-Ring in Heilbronn benannt.

Literatur

  • Uwe Jacobi: Heilbronn – Die schönsten Jahre? Nachkriegszeit in einer deutschen Stadt. Heilbronner Stimme, Heilbronn 1984, ISBN 3-921923-01-8 (Reihe über Heilbronn. Band 9). S. 98.
  • Weinmann, Manfred. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1319.
  • Michael Kitzing: Oberbürgermeister mit Herz. Manfred Weinmann (1934–2013). In: Christhard Schrenk (Hrsg.): Heilbronner Köpfe IX. Lebensbilder aus zwei Jahrhunderten. Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 2021 (Kleine Schriftenreihe des Archivs der Stadt Heilbronn; 70), ISBN 978-3-940646-32-3, S. 195–214.

Einzelnachweise

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