Manheim

Stadtteil von Kerpen From Wikipedia, the free encyclopedia

Manheim ist ein Stadtteil von Kerpen im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Es wurde aufgrund der Pläne des RWE-Konzerns für die Erweiterung des Braunkohlentagebaus Hambach als Ausweichort des ehemaligen Ortes Manheim, heute Manheim-Alt, als Manheim-neu seit 2011 aufgebaut, 2025 wurde es in Manheim umbenannt.

Schnelle Fakten Stadt Kerpen ...
Manheim
Stadt Kerpen
Koordinaten: 50° 52′ N,  40′ O
Höhe: ca. 90 m
Fläche: 55 ha
Einwohner: 1478 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 2.687 Einwohner/km²
Postleitzahl: 50171
Vorwahl: 02275
Blick auf Manheim
Blick auf Manheim
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Lage

Gedenkstein – Beginn der Umsiedlung
Ehemalige Ortstafel

Manheim liegt westlich von Kerpen. Südlich des Dorfes verläuft die Kreisstraße 55 und am östlichen Ortsrand die Kreisstraße 17. Nördlich des Ortes befindet sich der Lörsfelder Busch, welcher ein Teil des Waldgebietes Bürge ist. Direkte Nachbarorte sind Kerpen (im Osten), Langenich (im Süden) und Bergerhausen (im Westen).[2]

Geschichte

Manheim-neu entstand als Resultat des Braunkohlentagebaus Hambach durch den RWE-Konzern. Der alte Ort Manheim sollte bis 2022 weichen. Der erste Spatenstich für den Umsiedlungsort fand am 17. September 2011 statt. Der offizielle Umsiedlungsbeginn war der 1. April 2012. Ab April 2012 war der Umsiedlungsort soweit ausgebaut, dass die ersten Grundstücke bebaut werden konnten. Die Ortseingangsschilder wurden im August desselben Jahres aufgestellt. Der Straßengrundausbau war in der ersten Hälfte des Jahres 2013 abgeschlossen. Mitte desselben Jahres wurden der Rodelhügel (am westlichen Ortseingang) sowie der Spielplatz im Zentrum des neuen Dorfes fertiggestellt.[3][4]

Die Straßennamen wurden zum Teil in Anlehnung an die alten Straßennamen Manheims 2011 vergeben. So wurde z. B. aus der Tannecker Straße der Tannecker Weg, aus der Esperantostraße der Esperantoweg, aus der Germaniastraße der Germaniaring und aus der St.-Albanus-Straße der St.-Albanus-Weg.[5]

Im Frühjahr 2015 zog der erste Karnevalsumzug durch das neue Dorf und Ende August 2015 wurde die neue Grillhütte eingeweiht.

2021 waren nahezu alle Grundstücke bebaut und die Umsiedlung fast abgeschlossen.

Im März 2024 wurde die Umsiedlung abgeschlossen.[6]

Bauwerke und Einrichtungen

Kirche St. Albanus und Leonhardus

Kapelle St. Albanus und Leonhardus

Im Zentrum von Manheim befindet sich die zwischen 2019 und 2021 erbaute Kapelle St. Albanus und Leonhardus mit angeschlossenem Gemeindezentrum und Bücherei, die nach Plänen des Kölner Architekturbüros office03 entstand. Sie ist der Ersatzbau für die Pfarrkirche St. Albanus und Leonhardus sowie des Pfarrheimes im alten Ort. Der erste Spatenstich war am 16. Dezember 2019 und Richtfest mit Grundsteinlegung am 26. Oktober 2020. Die Fertigstellung erfolgte in der zweiten Jahreshälfte 2021 und am 12. September 2021 konsekrierte der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki die Kapelle und den Altar.[7][8]

Marienkapelle

Die Marienkapelle, aus dem alten Ort nach Manheim-neu transloziert

Die Marienkapelle ist das einzige historische Bauwerk in Manheim. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts in der Forsthausstraße in Manheim erbaut und im Zuge der Umsiedlung dort 2016 abgebaut und im Verlauf des Jahres 2017 am jetzigen Standort mit den originalen Materialien wiederaufgebaut (transloziert).

Friedhof

Der Friedhof wurde am 20. Februar 2014 eingesegnet und eröffnet. Mit den Umbettungen wurde im März 2014 begonnen.[9][10] Vom alten Friedhof wurden das Hochkreuz, die Soldatengräber, die Friedhofstore und die Glocke übernommen.

Bürgerzentrum

Das Vereins- und Bürgerzentrum wurde im Dezember 2017 eingeweiht und dient u. a. den Manheimer Ortsvereinen als neuer Veranstaltungsort sowie für die verschiedenen Festlichkeiten des Ortes.[11]

Kindertageseinrichtung Pusteblume

Als eine der ersten öffentlichen Einrichtungen wurde die Kindertagesstätte Pusteblume in der Ortsmitte eröffnet (Einweihung Februar 2016).[12]

Kleindenkmäler

Bis 2019 wurden die Kleindenkmäler aus Alt-Manheim an den Umsiedlungsort gebracht, dazu zählen:[13]

  • Kriegerdenkmal
  • Wegekreuz Buirer Straße
  • Wegekreuz Bennenwinkelstr./ Esperantostr.
  • Wegekreuz Forsthausstr./Jägerring
  • Wegekreuz Berrendorfer Str./ Friedenstr.
  • Wegekreuz Blatzheimer Str.
  • Wegekreuz Blatzheimer Str. / Kölnstr.
  • Wegekreuz Weyernstraße

Verkehr

Die VRS-Buslinie 976 der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft verbindet den Ort mit Kerpen, Frechen und Buir. Zusätzlich verkehren einzelne Fahrten im Schülerverkehr auf der Linie 933 sowie eine Fahrt der AVV-Linie 276 des Rurtalbus.

Weitere Informationen Linie, Betreiber ...
Linie Betreiber Verlauf
276 Rurtalbus Düren Bf/ZOB StadtCenter Distelrath Merzenich Schöne Aussicht Golzheim Buir / Blatzheim (– Bergerhausen Manheim Langenich Kerpen)
933 REVG Buir / Niederbolheim Blatzheim Bergerhausen Manheim Langenich Kerpen Sindorf Schulzentrum
976 REVG Frechen EuroPark Frechen Rathaus Benzelrath Grefrath Habbelrath Neu-Bottenbroich Horrem Bf – (Sindorf Schulzentrum –) Kerpen Langenich Manheim Bergerhausen Blatzheim Buir S
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Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohnerzahl ...
Jahr Einwohnerzahl
20122
2013114
2014440
2015685
2016879
2017997
20181143
20191304
20201375
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Ortsgemeinschaft

Die Ortsgemeinschaft wird durch die Aktivitäten einer ganzen Reihe von Vereinen und Vereinigungen geprägt und belebt.

Sportvereine

  • Turnverein TV Germania Manheim 1887 e. V. – Turnen, Schwimmen, Judo, Reha-Sport
  • Fußballverein FC Viktoria 1919 e. V. Manheim – Fußball

Karnevalsvereine

Drei Karnevalsvereine beleben die rheinische Fünfte Jahreszeit und beteiligen sich am traditionellen Karnevalsdienstags-Umzug.

  • KG VereinigteVereine Manheim
  • KG Rote Husaren
  • Erftlandtanzcorps

Sonstige Vereine und Vereinigungen

  • St. Albanus & St. Leonhardus Schützenbruderschaft Manheim
  • Freiwillige Feuerwehr Kerpen, Löschgruppe Manheim
  • Tambour- und Fanfaren-Corps Blau-Weiß Manheim
  • Natur- und Gartenfreunde Manheim
  • Maigesellschaft Lustige Buben Manheim

Einzelnachweise

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