Manic Pixie Dream Girl

literarischer Typus From Wikipedia, the free encyclopedia

Manic Pixie Dream Girl (MPDG) (aus dem Englischen, auf Deutsch in etwa manisches Fee-Traummädchen) bezeichnet einen Charaktertypus in Filmen. Der US-amerikanische Filmkritiker Nathan Rabin prägte den Begriff, nachdem er Kirsten Dunsts Figur in Elizabethtown (2005) gesehen hatte. Er schrieb, dass das MPDG „nur in der fiebrigen Vorstellung sensibler Autoren und Regisseure“ existiere, „um nachdenklichen, schmachtenden jungen Männern beizubringen, das Leben und seine unendlichen Geheimnisse und Abenteuer zu umarmen“.[1]

Beispiele

MPDGs sind in der Regel statische Figuren, die exzentrische Eigenarten haben und ungeniert mädchenhaft sind. Sie dienen immer als Objekt der Begierde für einen (meist nachdenklichen oder depressiven) männlichen Protagonisten. Beispiele für eine MPDG werden im Folgenden beschrieben:

Vergleich mit anderen Typen

Das Manic Pixie Dream Girl ist mit einem anderen Typus vergleichbar, dem Magical Negro – einer schwarzen Figur, die nur zu existieren scheint, um dem weißen Retter-Protagonisten geistigen und moralischen Beistand zu leisten. In beiden Fällen hat der Typus kein erkennbares Seelenleben und dient in der Regel nur dem Zweck, dem Protagonisten wichtige Lebenslektionen zu erteilen.[3]

Kritik

Der Begriff wurde verschiedentlich kritisiert. Die Drehbuchautorin Zoe Kazan schrieb: „Ich denke, wenn man alle individuellen, originellen und schrulligen Frauen in einen Topf wirft, dann löscht man alle Unterschiede aus.“[7] Auch Rabin selbst ist inzwischen etwas abgerückt und spricht davon, dass der Begriff häufig in sexistischer Weise verwendet worden sei und ebenso zum Klischee geworden sei wie das MPDG-Bild selbst.[8]

Siehe auch

Einzelnachweise

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