Manifest Verlag
deutscher Verlag
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Der Manifest Verlag ist ein Verlag mit Sitz in Berlin-Kreuzberg.
| Manifest Verlag | |
|---|---|
| Rechtsform | Gesellschaft bürgerlichen Rechts |
| Gründung | 2016 |
| Sitz | Berlin, Deutschland |
| Leitung | René Arnsburg |
| Branche | Buchverlag |
| Website | manifest-buecher.de |
| Stand: Juni 2026 | |
Geschichte
Der Manifest Verlag wurde 2016 von der Sozialistischen Alternative (SAV) in Berlin als Verlag für marxistische Literatur gegründet.[1] Seit der Abspaltung der Sozialistischen Organisation Solidarität (Sol) von der SAV im Jahr 2019 wird der Verlag von der Sol weitergeführt.[2]
Im Jahr 2022, mit einem Programm von über 100 Büchern, führte der Verlag eine Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung weiterer Veröffentlichungen durch.[3] Der Verlag wurde beim Deutschen Verlagspreis 2025 mit einem Gütesiegel ausgezeichnet, das mit einem Preisgeld von 18.000 Euro dotiert war.[4] Die Preisvergabe an den Verlag war im Dezember 2025 Gegenstand einer Kleinen Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion zur Vergabepraxis und der politischen Ausrichtung geförderter Verlage. In ihrer Antwort wies die Bundesregierung darauf hin, dass sie die Auswahlentscheidung einer unabhängigen Jury übertragen hat und deren Entscheidungen nicht bewertet.[5] Im Mai 2026 eröffnete der Verlag das „Manifest Bücher & Café“ in Berlin, das durch ein Crowdfunding finanziert wurde.[6][7][8]
Programm
Der Verlag veröffentlicht klassische und zeitgenössische politische Literatur. Der Schwerpunkt des Verlagsprogramms sind Bücher zu Marxismus, Arbeiterbewegung, Antirassismus, Feminismus und Antikolonialismus.[9][10][11] Der Verlag führt eigene Reihen zu marxistischer Theorie und Geschichte und publiziert deutsche Neuübersetzungen und Wiederveröffentlichungen bedeutender linker Autoren, wie Pierre Broué, Walter Rodney und Roman Rosdolsky.
Bekannte Autoren
- Gerd Brantenberg (Übersetzung von Elke Radicke)
- Wolfram Klein
- Paul Le Blanc[12]
- Lucy Redler
- Sascha Staničić
- Peter Taaffe[13]
Rezeption
Dass der Verlag deutsche Neuübersetzungen und Wiederveröffentlichungen publiziert, wird positiv rezipiert. In Literaturkritik.de schrieb Franz Sz. Horváth über die deutsche Übersetzung Die Deutsche Revolution von Pierre Broué: „Das Verdienst, dieses gewaltige, ja auch sprachgewaltige Monumentalwerk über fünfzig Jahre später auf Deutsch zu publizieren“ [...] „ist dem Berliner Manifest Verlag gar nicht hoch genug anzurechnen“.[14]
Das 2026 publizierte Buch Staatsräsonfunk des Journalisten und Islamwissenschaftlers Fabian Goldmann, für das der Historiker Ilan Pappé das Geleitwort schrieb, wurde vorwiegend positiv besprochen.[15][16][17]