Mansonella
Gattung der Familie Onchocercidae
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Mansonella (nach Patrick Manson) ist eine Gattung der Filarien.[1] Sie sind Parasiten der Unterhaut und kommen in der Karibik, Mittel- und Südamerika sowie Afrika vor.[2] Sie befallen in den Tropen eine Vielzahl von Säugetieren, auch den Menschen, und werden durch Gnitzen and Kriebelmücken übertragen.[3]
| Mansonella | ||||||||||||
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Mansonella ozzardi | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Mansonella | ||||||||||||
| Faust, 1929 |

Merkmale
Es handelt sich um kleine, schlanke Würmer mit gleichmäßigem Durchmesser. Am Vorderende gibt es eine ringförmige Anschwellung. Ein Ring vor dem Ösophagus fehlt. Der Ösophagus ist schwach entwickelt und ungegliedert. Die Papillen vor der Kloake der Männchen fehlen oder sind mit denen um die Kloake zusammengefasst. Die Spicula sind ungleich groß, unterschiedlich gestaltet, lang und schlank, eine Führungsstruktur (Gubernaculum) fehlt. Weibchen haben am Schwanz vier endständige Papillen. Die Mikrofilarien treten im peripheren Blut auf und sind unbescheidet.[2]
Systematik
Das Interim Register of Marine and Nonmarine Genera weist folgende neun Arten aus:[4]
- Mansonella barbascalensis
- Mansonella llewellyni Price, 1962
- Mansonella longicapitata Eberhard, Campo-Aasen & Orihel, 1984
- Mansonella ozzardi Manson, 1897
- Mansonella perstans Manson, 1891
- Mansonella rodhaini
- Mansonella rotundicapitata Eberhard, Campo-Aasen & Orihel, 1984
- Mansonella semiclarum Fain, 1974
- Mansonella streptocerca (Macfie & Corson, 1922)
Synonyme sind Cutifilaria Bain & Schulz-Key, 1974, Esslingeria Chabaud & Bain, 1976, Filyamagutia Bain & Uni, 2015, Parlitomosa Nagaty, 1935, Sandnema Chabaud & Bain, 1976, Tetrapetalonema Faust, 1935 und Tupainema Eberhard & Orihel, 1984, von denen einige als Untergattungen angesehen werden.[4] Folgende Untergattungen werden unterschieden: Cutifilaria, Esslingeria, Filiamagutia, Mansonella, Pseudolitosoma, Tetrapetalonema und Tupainema.[1]