Manuel Herder
deutscher Verleger
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Manuel Gregor Herder (* 4. März 1966 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Verleger des Herder Verlags und Mehrheitsgesellschafter der Buchhandelskette Thalia. Er war von 1999 bis Februar 2021 zugleich Geschäftsführer des Herder Verlags und leitete das Unternehmen seither aus der Holding in sechster Generation.
Leben
Von 1985 bis 1987 besuchte Manuel Herder das englische Ratcliffe College mit Abschluss (Advanced Level). Nach dem Abitur leistete er seinen Wehrdienst bei den Fallschirmjägern der Bundeswehr ab. Danach studierte er bis 1992 in Tübingen, Matsuyama (Japan) und Bonn Japanologie, Betriebswirtschaft, Theologie und Erziehungswissenschaft. In seiner Magisterarbeit in Japanologie über Unternehmensführung untersuchte er die Aus- und Weiterbildung in einer regionalen Bank.[1]
Aus der operativen Geschäftsführung des Herder Verlags zog er sich zum 1. März 2021 zurück und fokussiert sich seither auf die strategischen Aufgaben in der Holding des gesamten Verlagshauses.[2] „Große Schlagzeilen“ machte die Herder nach Darstellung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Jahr 2016 durch ihre Beteiligung an der Übernahme der Buchhandelskette Thalia, bei der Herder gemeinsam mit drei weiteren Familien Mehrheitsgesellschafter wurde.[3]
Joachim Gauck würdigte Manuel Herder in der Badischen Zeitung mit der Bemerkung, dieser entspreche nicht dem verbreiteten Bild eines in Zurückgezogenheit wirkenden Verlegers.[4] Anlässlich des 225. Jubiläums des ersten Herder-Buchs von 1798 gab Manuel Herder den Band "Was kommt, was geht, was bleibt"[5] heraus, in dem prominente Autorinnen und Autoren die wichtigsten Themen unserer Zeit verhandeln. Es entsteht eine geistige Landkarte unserer Gegenwart mit Blick voraus.
Nach Einschätzung des Handelsblatts zählt Manuel Herder zu den wenigen deutschen Verlegern, die einen überregional bedeutenden Verlag zugleich inhaltlich und unternehmerisch führen. Er antworte "zugespitzt, direkt und klarer als man es aus Wirtschaftskreisen gewohnt ist".[6]
Das Branchenmagazin BuchMarkt bezeichnete es als „kleine Sensation“, dass Manuel Herder im Anschluss an eine Japanreise mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier von Kaiserin Michiko im Kaiserpalast in Tokio empfangen wurde und ihr dort ein Exemplar ihres im Herder Verlag erschienenen Gedichtbandes überreichen konnte.[7]
Herder war Landtagskandidat der CDU Baden-Württemberg für die Landtagswahl 2021 für den Wahlkreis 46 (Landtagswahlkreis Freiburg I).[8][9] Der Einzug in den Landtag gelang ihm nicht.[10]
Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und lebt mit seiner Familie im Schwarzwald.[11]
Politische Positionen
Beim Thema Umweltschutz geht Herder auf zwei Themen besonders ein. Die CO2-Reduktion der Atmosphäre und die Sicherung des Baumbestands gerade im Schwarzwald. Er ist der Auffassung, dass Atmosphäre der Welt in Sachen CO2 ein ökologischer Sanierungsfall ist.[12] Dabei sollen Innovation und Forschung bei der globalen CO2-Sanierung helfen, sowie Technologien, die CO2 aus Abgasen und aus der Luft filtern und binden. Herder spricht sich zudem für ein abgestimmtes Vorgehen bei der Erforschung und Verbreitung zukunftsfähiger Baumarten aus.[13]
Auf der Website Nie Wieder!? Gemeinsam gegen Antisemitismus erhebt Herder zusammen mit anderen deutschen Persönlichkeiten seine Stimme gegen Antisemitismus und für eine plurale Gesellschaft.[14]